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Integration

InformationIntegrationsprojekt Mobile Übersetzung im Schulalltag wird ausgeweitet

Bei Elterngesprächen sind Lehrkräfte häufiger auf Übersetzungshilfen aus dem persönlichen Umfeld zugewanderter Familien angewiesen. Dabei kann eine neutrale sprachliche Vermittlung leider nicht gewährleistet werden. Das Integrationsprojekt „Mobile Übersetzung im Schulalltag“, das seit September 2018 an drei Dinslakener Schulen erprobt wird, ist daher angesichts der aktuellen Bedarfslage nach wie vor ein willkommenes Angebot für viele Schulen. Dank einer Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend konnte das Projekt nun bis Ende 2019 verlängert werden. Seit März nehmen nunmehr sogar sechs Dinslakener Schulen teil.

Damit schulische Integration gelingt, können die teilnehmenden Schulen ehrenamtliche Sprachmittlerinnen und -mittler mit Migrationshintergrund anfordern, die bei der Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus wahlweise in den Schulen vor Ort, telefonisch oder via Skype unterstützen. So erfolgten zum Beispiel an der im März in das Projekt aufgenommenen Friedrich-Althoff-Schule bei den Elternsprechtagen Anfang April sieben Einsätze durch Arabisch sprechende Sprachmittler. „Das klappte alles supertoll“, so die Rückmeldung der Schulsozialarbeiterin Uta Hensen.

Für die Einsatzplanung und den reibungslosen Ablauf sorgt Dr. Nadia Kraam, Initiatorin des Projekts und Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Wesel, gemeinsam mit den Projektpartnern Şenol Keser, Integrationsbeauftragter der Stadt Dinslaken, und Matthias Gottuck, Internationaler Bund West gGmbH. Die ehrenamtlich Engagierten wurden durch beim Kommunalen Integrationszentrum tätige Lehrkräfte für ihren Einsatz geschult. „Wir wollen Bürgerinnen und Bürger mit eigener Zuwanderungsgeschichte dabei unterstützen, sich mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen ehrenamtlich für zugewanderte Kinder und Familien einzusetzen. Das ist neben der eigentlichen Übersetzung ein weiteres Ziel des Projekts“, erklärt Kraam.