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Umgestaltung des Bahnhofsbereichs

BÜRGERENTSCHEID

+++ Stadt lädt Bürgerinnen und Bürger zu einer öffentlichen Dialogveranstaltung ein. Darin geht es um das Vorhaben einer Neugestaltung des Areals rund um den Bahnhof. Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, Baudezernent Dr. Thomas Palotz und das Team der Stadtverwaltung wollen Interessierten den aktuellen Planungsstand erläutern. Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Termin: Dienstag, den 29. Mai, von 18.30 bis 20 Uhr im Ratssaal des Rathauses. +++

+++ Eine FAQ-Liste beantwortet häufig gestellte Fragen. Sie finden Sie hier (bitte anklicken) beziehungsweise rechts im Download-Bereich. +++

+++ Stadt nimmt zusätzlich Fragen unter der E-Mail-Adresse ankommen@dinslaken.de entgegen. Zusätzlich ist mittwochs von 11 bis 13 Uhr städtisches Service-Telefon unter der Nummer 02064/66 777 für Fragen zum Thema geschaltet. +++

+++ Weitere Infos zur Beteiligung am Bürgerentscheid und auch zur Online-Beantragung von Abstimmungsunterlagen gibt es hier (bitte anklicken). +++


„Sind Sie für die Beibehaltung der derzeitigen Verkehrsführung sowie der Parkplatzsituation bei der Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes?“
„Nein“ lautet die Antwort der Stadt Dinslaken.

Am 10. Juni 2018 haben es die Dinslakenerinnen und Dinslakener in der Hand. Denn an diesem Tag gibt es einen Bürgerentscheid. Dann entscheiden die über 55.000 Wahlberechtigten über die Zukunft des Areals rund um den Bahnhof. Die Stadt hofft auf eine hohe Beteiligung, denn der Ausgang der Abstimmung hat langfristige Folgen für die Zukunft und für die gesamte Bevölkerung.

BahnhofsvorplatzInitiatoren eines Bürgerbegehrens wollen, dass die derzeitige Verkehrsführung sowie die Parkplatzsituation bei der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes beibehalten werden.

Aus Sicht der Stadtverwaltung muss das Areal rund um den Bahnhof zum Vorteil für alle Bürgerinnen und Bürger jedoch dringend weiterentwickelt werden. Dazu gehört notwendigerweise auch eine grundlegende Verbesserung der Verkehrsführung und der Parkplatzsituation

Zukunft für Dinslaken

Dinslaken ist eine attraktive, weltoffene Stadt, die sich in allen Zeiten immer wieder neu erfunden hat und im Kern die sympathische alte Stadt geblieben ist. Investitionen in den Bahnhofsvorplatz – als Eingangstor in die Stadt für viele Besucherinnen und Besucher, Bürgerinnen und Bürger – lohnen sich für alle. Ein Ja zur weiteren konstruktiven Planung und ein Nein als Antwort beim Bürgerentscheid sind nach Meinung der Stadtverwaltung die richtige Wahl.

Der Dinslakener Bahnhof verzeichnet täglich rund 23.000 Menschen, die zu Fuß, per Fahrrad, Auto, Bus oder Straßenbahn unterwegs sind. Die Stadt möchte, dass der Bereich rund um den Bahnhof für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gut funktioniert und von allen Menschen sicher und komfortabel genutzt werden kann. Für die Maßnahme laufen entsprechende Untersuchungen, mit deren Hilfe die sinnvollste und beste Variante ermittelt werden soll. Entgegen anders lautender Behauptungen sind die Planungen selbst aber noch nicht abgeschlossen.

Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligungen sind für den gesamten Prozess vorgesehen. Bereits jetzt können Sie Fragen zu den Planungsideen und -zielen stellen. Dazu können Sie dem Team der Stadtverwaltung eine E-Mail schreiben. Die E-Mail-Adresse ist ankommen@dinslaken.de. Außerdem ist jeden Mittwoch von 11 bis 13 Uhr ein spezielles Service-Telefon unter der Nummer 02064/66777 erreichbar. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stabsstelle Stadtentwicklung beantworten hier Fragen zur Planung des Bahnhofsplatzes.
Im Mai erhalten Sie dann über die Post natürlich noch Unterlagen mit Informationen zum Bürgerentscheid nach Hause. Diese Unterlagen werden an Sie verschickt, ohne dass Sie sie extra anfordern müssen.
Außerdem gibt es im Dinslakener Rathaus Ende Mai eine öffentliche Dialogveranstaltung, in der es um das Vorhaben der Neugestaltung des Areals rund um den Bahnhof geht. Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, Baudezernent Dr. Thomas Palotz und das Team der Stadtverwaltung wollen allen Interessierten den aktuellen Planungsstand erläutern und Fragen rund um das Thema beantworten. Es ist zwar selbstverständlich, soll aber hier dennoch klar betont werden: Auch kritische Fragen sind absolut erwünscht. Die Dialogveranstaltung findet am Dienstag, den 29. Mai, von 18.30 bis 20 Uhr im Ratssaal statt.
Infos zur Beteiligung am Bürgerentscheid erhalten Sie hier.

Lokalzeit vom 21. März 2018

Die WDR-Lokalzeit hat am 21. März über das Thema berichtet. Den Bericht können Sie sich hier anschauen:

Eingebettetes Youtube-Video

Modernisierung ist notwendig

Die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes ist bereits seit dem Jahr 2009 fester Bestandteil des integrierten Handlungskonzeptes zur Reaktivierung und Stärkung der Innenstadt. Als Eingangstor ist der Bahnhofsvorplatz von hoher Bedeutung für die gesamte Stadt. Er ist der zentrale Knotenpunkt für den ÖPNV in Dinslaken und in der Region.
Schon vor neun Jahren wurde im Integrierten Handlungskonzept auf die umfangreichen funktionalen und gestalterischen Defizite im gesamten Bereich der Fläche hingewiesen. Im Jahr 2014 hat der Rat mit der Fortschreibung des Handlungskonzeptes die Durchführung eines Wettbewerbes für die Neugestaltung der Fläche beschlossen. Die Neuordnung des Bahnhofsumfeldes wurde dabei als wesentliches Handlungsfeld identifiziert und folgende Handlungsbedarfe wurden konkretisiert:

  • Verbesserung der Verkehrssicherheit durch Vermeidung von Konflikten zwischen den unterschiedlichen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern
  • Vermeidung von Angsträumen durch soziale Kontrolle
  • Förderung der Mobilität für Fußgängerinnen und Fußgänger durch verkehrssichere Wegeführung und gute Orientierung
  • Barrierefreiheit
  • Förderung von ÖPNV durch Qualitätsverbesserung
  • Förderung des Radverkehrs durch direkte Wegeführung
  • Förderung alternativer Mobilitätskonzepte
  • Erneuerung der Infrastruktur

Verbesserungen für alle

Die Interpretation des Wettbewerbsergebnisses führte im vorletzten Jahr zu der Fehleinschätzung in der öffentlichen Wahrnehmung, dass man nach Vorstellung der Planer den Bahnhof nicht mehr mit dem Auto erreichen können sollte. Dabei sollte die Anfahrbarkeit des Bahnhofes mit dem Auto niemals in Frage gestellt werden. Vielmehr ging es bei allen Wettbewerbsbeiträgen unter Einbeziehung von Verkehrsfachplanern um die Entflechtung der verkehrlichen Situation. Es war immer das Ziel, die Rahmenbedingungen für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu verbessern.

Für die täglichen Berufspendlerinnen und -pendler gibt es im Bahnhofsumfeld eine völlig unzureichende Anzahl an Dauerstellplätzen, wodurch eine Menge Unzufriedenheit und erheblicher Parkdruck in den Stoßzeiten entstehen. Viele Stellplätze im Umfeld des Bahnhofs sind ganztägig von Berufspendlerinnen und -pendlern belegt, zum Nachteil des Einzelhandels und der Menschen, die in diesem Bereich wohnen.

Aktuelle Verkehrsführung sorgt für Nachteile

Aktuell verursacht das Bahnhofsumfeld jede Menge Verkehrskonflikte, wie Ihnen folgende Bilder zeigen.

Ein Bahnhofsumfeld mit großem Konfliktpotenzial

Die aktuelle Konzentration der Verkehre unmittelbar vor dem Bahnhofsgebäude erzeugt Gefahrenbereiche. Darüber hinaus ist die räumliche Situation unübersichtlich und die Orientierung auf der Fläche ist mehr als schwierig. Das grundlegende Einbahnstraßensystem der Bus- und Pkw-Spur konzentriert die Verkehre auf einen Knotenpunkt in den Stoßzeiten. Ein Teil der Fläche des Bahnhofsvorplatzes zur Wilhelm-Lantermann-Straße bleibt ungenutzt, die Verkehrsführung über den Platz zerschneidet die Fläche und ermöglicht keinen funktionalen Zusammenhang.

Durch die Neugestaltung des Areals will die Stadtverwaltung die Verkehre entflechten und die räumliche Situation ordnen. Vor dem Bahnhof würde eine klar gegliederte Fläche entstehen, die eine leichtere räumliche Orientierung und Vernetzung zwischen den Nahverkehrsangeboten des ÖPNV, den Fahrradabstellanlagen, den Parkplatzangeboten und den Hol- und Bringzonen ermöglicht.

Das Abholen und Hinbringen von Menschen mit dem Auto (Kiss & Ride) soll künftig sowohl über die nördliche Bahnstraße als auch über die westliche Platzkante mit jeweiliger Wendefläche möglich sein. Dadurch verteilt sich der Zubringerverkehr in den Stoßzeiten aus den jeweiligen Anfahrtrichtungen auf zwei Knotenpunkte der Wilhem-Lantermann-Straße. Die fußläufige Entfernung vom Aus- bzw. Einstiegspunkt beschränkt sich auf wenige Schritte bis zum Bahnhofsgebäude. Eine beidseitige Zu- und Abfahrtmöglichkeit des Busverkehrs auf die Wilhelm-Lantermann-Straße entlastet die Kreuzungsbereiche und sorgt für einen schnelleren Abfluss des Busverkehrs.

Bedarfsgerechte Angebote für Kurzzeitparker und die Schaffung von erheblich mehr Langzeitparkplätzen sollen die Parkplatzsituation deutlich verbessern. Darüber hinaus wird es in unmittelbarer Nähe des Bahnhofsgebäudes Behindertenstellplätze sowie Stellplätze für Taxen geben können. Eine Entlastung der angrenzenden Wohngebiete bietet die Chance, dort Bewohnerstellplätze zu ermöglich.

Deutlich verbessern wird sich auch die Situation für Menschen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind. Die Fläche vor dem Bahnhof bleibt ihnen in weiten Teilen vorbehalten. Dadurch kommt es zu einer deutlichen Entschärfung der bisherigen Problembereiche und einer klareren räumlichen Orientierung. Die Wege und Flächen zwischen den Haltpunkten von Straßenbahn und Bus sowie dem Bahnhofsgebäude können vollständig barrierefrei gestaltet werden.

Im Ergebnis wird der in Zukunft immer wichtiger werdende barrierfreie Wechsel zwischen den Verkehrssystemen des öffentlichen und des privaten Verkehrs deutlich gefördert. Nur so lässt sich von einer zukunftsfähigen Gestaltung der Fläche sprechen, die Voraussetzung für die dringend notwendige Förderung der Maßnahme aus den Mitteln der Städtebauförderung des Landes ist. Die Stadt kann sich bei der Entwicklung des Areals rund um den Bahnhof berechtigte Hoffnungen auf erhebliche Fördermittel machen. Voraussetzung ist die Fortführung und Optimierung der Planung in einem konstruktiven Prozess zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern. Dies ist nach Meinung der Stadtverwaltung aber nur möglich, wenn der Bürgerentscheid entsprechend ausfällt.

Investitionen sind für Dinslaken wichtig

Es wird gerne im Rahmen der Diskussion immer wieder behauptet, das Bahnhofsplatzprojekt sei Ausdruck einer ausufernden Investitionspolitik der Stadt Dinslaken. Das ist falsch. Weder ist das Projekt Ausdruck einer ausufernden Investitionspolitik, noch gibt es eine solche in Dinslaken überhaupt. Was vielen gar nicht bewusst ist: Unsere Vermögensgegenstände (Gebäude, Straßen, Plätze usw.) – also das Vermögen aller Bürgerinnen und Bürger – verlieren jedes Jahr an Wert (Abschreibungen), und man müsste genau diesen Wert reinvestieren, um zumindest den Stand zu halten. Dinslaken jedoch reinvestiert gerade einmal 70 Prozent der Abschreibungen. Das ist sicherlich alles andere als ausufernd.

Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Hinweise haben, schreiben Sie uns gerne: ankommen@dinslaken.de

Es grüßt Sie
Ihre Stadtverwaltung Dinslaken