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Kirchen

Katholische Kirche Sankt Vincentius

Auf dem Altmarkt, jährlicher Schauplatz des Stadtfestes und Ort an dem zwei mal wöchentlich ein Wochenmarkt stattfindet, eröffnet sich der Blick auf die katholische Kirche Sankt Vincentius, Bild der Sankt Vincentius Kircheeine der beiden Stadtkirchen in der Dinslakener Altstadt. 1480 fertig gestellt und als frühgotische, dreischiffige Hallenkirche konzipiert wurde diese im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. 1951 erfolgte der Neubau des Westendes, bei dem ein Querschiff mit Westchor angebaut wurde, und eines neuen Glockenturmes im Nordwesten der Kirche. Durch diese ungewöhnliche Kombination ist diese Sankt Vincentius Kirche nahezu einmalig in ihrer Bauweise. Heute ist noch der spätgotische Chor erhalten. Der Hochaltar wurde Ende des 15. Jahrhunderts in Flandern hergestellt. Die bemalten Vorderseiten der Flügel zeigen die vier Evangelisten. Der geöffnete Altar stellt in eindrucksvollen Schnitzereien und Bildern die Passion Christi dar. Das Kruzifix in der Mitte der Kirche ist 2,50 Meter hoch und wurde um 1400 gefertigt.

An der Außenmauer der Kirche steht eine Kreuzigungsgruppe aus dem Jahr 1501. Nicht weit von der Kirche entfernt befinden sich die Reste der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Stadtbefestigung, die ursprünglich eine Höhe von 3 Metern aufwies. Neben dem Museum Voswinckelshof sind Teile der Dinslakener Stadtmauer eindrucksvoll illuminiert.

 

Glas und Licht zeigen Gottes Sohn – Die evangelische Stadtkirche

Die evangelische Stadtkirche auf der Duisburger Straße ist aus dem Jahr 1720 erhalten. Ursprünglich 1653 gegründet, brannte sie im Jahr 1717 ab, wurde 1721 nach Plänen von dem italienischen Architekten Bartolomeo Sala neu errichtet und 1723 eingeweiht. Heute ist eine Bild der evangelischen Stadtkircheeinschiffige Saalkirche in Backsteinbauweise zu sehen. Die Glasfenster wurden in den 80er Jahren eingesetzt und stammen von Werner Persy, einem deutschen Künstler. Diese illustrieren Szenen aus dem Alten und Neuem Testament. Im Millenniumsjahr wurde die Kirche grundlegend restauriert und ist seitdem wieder für alle Gläubigen, Interessierten und Besucher offen.

An der Außenmauer der Kirche befindet sich der Nachguss des Reliefs der „Kundschafter“. Das Original aus dem Jahr 1910 war ursprünglich als Zementputz auf Ziegelmauerwerk gearbeitet und blieb trotz Restauration Stückwerk und konnte nicht mehr aufgehängt und eingebaut werden. Das Bild, ein beliebtes volkstümliches Motiv, erzählt eine Episode aus dem Alten Testament und zeigt zwei Männer, die eine große Weintraube an einer Stange tragen und auf dem Weg ins Gelobte Land waren. Das Motiv des Reliefs ist zudem auch im Inneren der Kirche als Fensterbild zu finden.