Inhalt

Mühlenmuseum

Mühlenverein Hiesfeld - Wind- und Wassermühle

Der dörfliche Stadtteil Hiesfeld besitzt als besondere Attraktion gleich zwei Mühlen, eine Wassermühle sowie eine vollständig erhaltene Windmühle. Beide sind Teile des Hiesfelder Mühlenmuseums.

Da Hiesfeld von dichten Wäldern umgeben war, wurden hier überwiegend Wassermühlen betrieben. Die 1822 erbaute Turmwindmühle Bild der Windmühle in Hiesfeldauf der Sterkrader Straße 212 im heutigen Zentrum von Hiesfeld ist die einzige Windmühle in der Stadt und besitzt einen konischen (kegelförmigen) Mühlenturm. Außerdem wurde diese mit drei Mahlwerken ausgestattet. Nach bereits 100jähriger Betriebsdauer wurde die Mühle 1922 stillgelegt.

Die Geschichte begann im Jahre 1976 mit der Gründung des Fördervereins „Windmühle Hiesfeld e.V.“. Aufgabe des Fördervereins war es, die Turmwindmühle an der Sterkrader Straße in Hiesfeld nicht nur zu restaurieren und als technisches Baudenkmal zu erhalten, sondern auch durch gezielte Maßnahmen im Innenbereich die Windmühle der Bevölkerung, und hier insbesondere den jungen Menschen unter ihr, zugänglich zu machen.

Seit 1979 gehört auch die Hiesfelder Wassermühle mit zum Aufgabenbereich des Fördervereins.Die Wassermühle, die sich in der Nähe des Rotbachsees befindet, wurde im Jahr 1693 gegBild der Wassermühle in Hiesfeldenüber dem Haus Hiesfeld, einer Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert, errichtet. Ein mächtiges mittelschächtiges Wasserrad, welches in seiner Höhe bis an den Walm des Fachwerkhauses heranragt, trennte diese von dem erst später errichteten Backsteinbau. Dieser wurde als Wohngebäude für den Müller und als Hauptgebäude für den Mühlenbetrieb genutzt. Heute befindet sich in den Räumlichkeiten der ehemaligen Wassermühle das Mühlenmuseum, welches die Entstehung des Müllerhandwerks anschaulich erläutert. Außerdem stellt das Hiesfelder Mühlenmuseum einen idealen Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren durch das Rotbachtal dar. Das 100 Jahre alte Wasserrad wurde 2007 erneuert.

Ein Hauch von vergangener Romantik wird bei einem Besuch des Mühlenmuseums im dörflichen Stadtteil Hiesfeld, das nach vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit im September 1989 seine Pforten öffnete und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, spürbar.

Auf drei Etagen werden mittlerweile über 60 verschiedene Mühlenmodelle aus aller Welt ausgestellt. Sonderschauen wie beispielsweise Fotoausstellungen ergänzen die Präsentation.

Hinter dem Mühlenmuseum befindet sich der Mühlenhof – sehenswert ist dort vor allem der Backofen, in dem noch heute zu besonderen Anlässen Brot nach traditioneller Herstellungsweise gebacken wird.

Öffnungszeiten:
Mühlenmuseum: ganzjährig sonntags 10.30 – 12.30 Uhr
Windmühle: jeden ersten Samstag im Monat von 10 – 13 Uhr

Sie interessieren sich für eine Führung?
Gruppenführungen sind nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon 0 20 64 / 9 41 88 (Mühlenverein: Kurt Altena, Scholtenstraße 33, 46539 Dinslaken) möglich.