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Objekt des Monats

An dieser Stelle stellen wir monatlich ein Objekt zur Dinslakener Geschichte vor!

Mit unserem "Objekt des Monats" im November 2018 möchten wir an die Tradition der Martinszüge in Dinslaken erinnern. Der erste Martinszug lässt sich auf Käthe Gödeke (geb. Meyer) zurückführen, die Anfang der 1920er Jahre als Junglehrerin von Düsseldorf an die katholische Marienschule in Lohberg versetzt wurde.
Hier organisierte Sie einen kleinen Martinszug mit ihrer Klasse, dem sich 1926 weitere Klassen anschlossen. Der Zug ging durch die Hauptstraßen der Kolonie und wurde von Mitgliedern des Elternbeirats begleitet. In der Nähe des Schulgartens (in späteren Jahren auf dem Marienplatz vor der katholischen Kirche) wurde das Martinsfeuer abgebrannt und jedes Kind erhielt eine Brezel.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden nicht nur in Lohberg, sondern auch in anderen Ortsteilen kleine Martinszüge organisiert bis 1946 für die ganze Stadt der erste große Martinszug ins Leben gerufen wurde.

Wann (vermutlich 1970er Jahre) und wo genau der Martinszug auf dem beigefügten Bild stattgefunden hat ist leider nicht vermerkt.

Martinszug in Dinslaken

Unser "Objekt des Monats" im Oktober 2018 ist die Broschüre "Hiesfeld Anno '17 - Das Ende einer Landbürgermeisterei"!
Die Broschüre beinhaltet einen kleinen Streifzug durch die Geschichte der Landbürgermeisterei Hiesfeld (1905 - 1917). Die Broschüre beschäftigt sich anfänglich mit der ersten urkundlichen Erwähnung im 12. Jahrhundert, legt den Fokus jedoch auf die Auflösung der Landbürgermeisterei im Jahr 1917.
Für alle Interessierten gibt es hier die Broschüre als PDF-Datei, aber auch Gratis in gedruckter Form im Stadtarchiv!

Broschüre Hiesfeld Anno 17 Titelbild

Mit unserem "Objekt des Monats" im September 2018 erinnert das Stadtarchiv daran, dass vor 25 Jahren die Lohberger Kumpel ihre Arbeit nieder und den Verkehr lahm legten.

Im Jahr der Schließung der letzten Zeche erinnern wir daran, dass Lohberger Kumpel im September 1993 die Umsetzung der Zusagen aus der Kohlerunde von 1991 einforderten.
Worum ging es? Im sogenannten Jahrhundertvertrag wurde 1977 ein Abkommen zwischen der deutschen Energiewirtschaft und dem deutschen Steinkohleberg...bau getroffen, in dem der deutschen Steinkohle der Vorrang bei der Energieerzeugung gegeben worden war. Im Jahr 1980 wurde durch den Jahrhundertvertrag eine Vereinbarung zur Sicherung des Steinkohlenabsatzes an die öffentliche und industrielle Kraftwirtschaft bis 1995 geschlossen. Für die daraus entstehenden Kosten wurde eine Ausgleichszahlung eingeführt. In späteren Verhandlungen über Steinkohlesubventionen wurden fortlaufend weitere Subventionskürzungen vorgenommen. In der Kohlerunde von 2007 wurde dann eine bis zum Jahr 2018 geltende Anschlussregelung an das Steinkohlenbeihilfegesetz geschaffen. Die bis zu diesem Zeitpunkt von der öffentlichen Hand aufzubringenden Zuschüsse wurden im Steinkohlefinanzierungsgesetz festgeschrieben. Das Gesetz trat im Dezember 2007 in Kraft und legte fest, dass die Subventionierung des deutschen Steinkohlebergbaus im Jahr 2018 endet

Die Lohberger Kumpel schlossen 1993 das Werkstor, sperrten die Hünxer Straße, später auch die Kreuzung Augustastraße, marschierten durch die Stadt und sorgten für ein großes Verkehrschaos.
Fotos: NRZ

Lohberger Kumpel 1993

Unser "Objekt des Monats" im August 2018 ist ein Zeitungsartikel der NRZ von vor 50 Jahren (August 1968), der vom Wiedersehen zweier durch den Krieg getrennten Brüder aus Oberlohberg handelt.
Besucher des Stadtarchivs können gern selbst in den Zeitungen blättern und diese und viel mehr Berichte - von denen manche ganz aktuell klingen - selbst nachlesen.

Zeitungsartikel Objekt des Monats August

Unser "Objekt des Monats" im Juli 2018 ist die früheste bekannte Stadtansicht Dinslakens welche den Burgturm, die Gasthauskapelle, die Kirche St. Vincentius und ein Stadttor zeigt. Der alte Kupferstich aus dem 17. Jahrhundert ist Bestandteil der Sammlung Angerhausen im Museum Kurhaus Kleve. Im Vordergrund weist ein Hirte, der eine Herde mit 7 Schweinen auf einem Feld vor sich her treibt, auf das sumpfige Umfeld außerhalb der Stadtmauern hin. Im Volksmund heißt der Stich deshalb auch der "Schweinchen-Stich".

Quelle des Abdrucks: Stadtgeschichte von Dinslaken 1273 - 1973 von Rudolf Stampfuß und Anneliese Triller

Schweinchenstich Dinslaken

Am 1. Oktober 1874 trat das Personenstandsgesetz in Kraft und es wurde zur Pflicht Geburten, Sterbefälle und Hochzeiten offiziell bei der Stadt beurkunden zu lassen.
Vorher lassen sich Informationen zur Familiengeschichte ausschließlich in den Tauf-, Beerdigung- und Heiratsregistern der Kirchengemeinden recherchieren.
Unser "Objekt des Monats" im Juni 2018 ist der erste offizielle Eintrag im Geburtsregister der Stadt Dinslaken vom 02.10.1874.
Die Geborene erhielt den Namen Anna und wurde am 01.10.1874 geboren.

Geburtsregister 1874Geburtsregister 1874

Unser Objekt des Monats April 2018 zeigt ein Foto der "Bunten Kuh", ehemals an der Ecke Bahnstraße / Neustraße. Das Foto ist undatiert, wurde aber wohl in den 1960er Jahren aufgenommen.
Dieses Foto war das erfolgreichste Bild des vergangenen Monats auf unserem Facebook-Auftritt. Über 90 Personen drückten "Gefällt Mir", das Foto wurde insgesamt 32 mal geteilt und erreichte somit knapp 18.000 Personen!

Folgt uns gerne auch auf Facebook!

Das Foto befindet sich im Fotobestand des Stadtarchivs Dinslaken.

Bunte Kuh Ecke Neustraße Bahnstraße

Unser Objekt des Monats März 2018 erinnert an die Rotbachregulierung in der Dinslakener Innenstadt, die im Jahr 1918 begann.

Das Foto befindet sich im Fotobestand des Stadtarchivs Dinslaken.

Rotbachregulierung um 1918