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Sonderausstellungen

GEZEITEN - Fotografische Arbeiten von Thomas Heinser
(30.4. - 20.9.2017)

Thomas Heinser - LuftaufnahmeThomas Heinser ist der Herr der „Gezeiten“. Unter diesem Titel präsentiert der Fotograf aus San Francisco seine neueste Ausstellung, die ab dem 30. April im Museum Voswinckelshof in Dinslaken zu sehen ist.

Die Schau befasst sich mit der Natur und dem, was wir Menschen daraus machen: Zu sehen sind Brücken und Rollbahnen, die sinnbildlich für Bewegung und Weiterkommen stehen, doch die Bilder sind frei von Menschen und Fahrzeugen; kalifornische Landschaften, schwer gezeichnet von einer jahrelangen Dürre, die gerade erst zu Ende geht — und dabei dennoch eine bizarre Schönheit entfalten; Salinen zur Salzgewinnung im Süden der San Francisco Bay, die in den verschiedensten Farben leuchten und immer wieder an Gemälde erinnern.

Kommen und Gehen, eine Welt im Wandel: Das Wort „Gezeiten“ ist dabei nicht nur im heute noch gebräuchlichen Sinne von Ebbe und Flut gemeint, sondern auch in der veralteten Variante von Zeiträumen, die ständigen Veränderungen unterworfen sind. Oder, wie es beim Literaturnobelpreisträger Bob Dylan heißt: „The Times They Are A-Changin’“.

Der Fotograf Thomas Heinser (*1958), in Dinslaken aufgewachsen, lebt und arbeitet seit mehr als 30 Jahren in San Francisco, Kalifornien — zunächst überwiegend für Werbung und Fotostrecken in Magazinen, in letzter Zeit mit Schwerpunkt auf seinen eigenen künstlerischen Arbeiten.

„Gezeiten“ ist Heinsers zweite Ausstellung in seiner alten Heimat: Schon 2013 eröffnete er im Museum Voswinckelshof die Werkschau „Blickwinkel“, seine erste Ausstellung in Deutschland überhaupt. In der Zwischenzeit zeigte er seine Bilder auch in Köln und Berlin — Städte mit ungleich größeren Kunst- und Kulturszenen, aber das fällt für den Fotografen gar nicht ins Gewicht. Thomas Heinser meint: „Die Faszination ist eigentlich die selbe. Das Publikum ist ein anderes, aber nicht weniger spannend. Und das Herz einer Schau ist größer, wenn’s in der Heimat passiert.“

 

"Gardens Around the World" - Ein interkulturelles Austauschprojekt zwischen Afghanistan und Europa (12.04.-12.05.2017)

Gesticktes Frauengesicht mit BlütenIm Rahmen des Vereins „Deutsch-Afghanische Initiative" betreut Pascale Goldenberg ein Stickprogramm von Frauen in Afghanistan, aus denen bereits mehrere Wettbewerbe hervorgegangen sind. Nun präsentiert die DAI zusammen mit dem französischen Verein „Textile-Résonance" deren vollkommen neues und experimentelles gemeinsames Ausstellungsprojekt „Gardens Around the World".
Die gezeigten Werke sind das Ergebnis von vier Händen: in Europa gestaltete textile Rohlinge, die eine Vorstellung von Garten kommunizieren, wurden nach Afghanistan geschickt und dort von Stickerinnen frei und spontan bestickt. Die unterschiedlichen Garten-Vorstellungen und ästhetischen Gesinnungen der afghanischen Stickerinnen haben sich ebenso in den Werken niedergeschlagen. Anschließend erhielten die europäischen Teilnehmerinnen ihre Rohlinge zurück und vervollständigen diese in noch letzten, fehlenden Details. Das Ergebnis sind wunderschöne und farbenfrohe Arbeiten, die die afghanische und europäische Kultur zusammenbringen und den afghanischen Stickerinnen neben der finanziellen Verbesserung ihrer Lebenssituation auch ein neues Verständnis für ihren eigenen Wert und den ihrer Arbeit vermitteln. Die vielfältigen Ergebnisse von „Gardens Around the World" werden in einer Wanderausstellung sowie in einem eigenen Buch dokumentiert. Dieses legt die Schritte des Projektes offen, einen Prozess, der sich bei manchen Werken nicht erahnen lässt.
Wir freuen uns, dass wir nach 2014 im Rahmen unserer lokalen Agenda mit internationalen Netzwerken, erneut eine Ausstellung dieser interkulturellen Initiative in Dinslaken zeigen können.

Verantwortlich:

  • Sigrun Kampen, Kita Villa Kunterbunt
  • Lucie-Maria Rodemann, Agenda-Büro Dinslaken
  • Cordula Hamelmann, Museum Voswinckelshof

Kooperationen:

  • Agenda-Büro Dinslaken
  • Gleichstellungsstelle Dinslaken
  • Kita Villa Kunterbunt Dinslaken
  • Museum Voswinckelshof
  • Netzwerk sevengardens Dinslaken
  • Sevengardens, atavus e.V.
  • VHS Dinslaken

Im Museum zur Ausstellung erhältlich:

  • Stickbilder aus Afghanistan (Einzelstücke mit individuellem Preis ab 3,00 Euro aufwärts)
  • Buch zur Ausstellung: Pascale Goldenberg, Gardens Around the World, MaroVerlag 2016 (Preis: 20,00 Euro)

Weitere Informationen unter:

www.facebook.com/sevengardens.dinslaken
www.guldusi.com

Osterausstellung im Museum Voswinckelshof (02.-09.04.2017)

Osterhase im Museum
Am 2. April 2017 öffnet das Museum Voswinckelshof seine Türen für die traditionelle Osterausstellung.
35 Kunst- und Hobbyhandwerker verwandeln die Räume am Elmar-Sierp-Platz in einen anspruchsvollen Ort österlichen Brauchtums. Die Ausstellung erstreckt sich über alle drei Etagen des Museums Voswinckelshof.
Die Besucher haben ausreichend Gelegenheit, zum Beispiel die von Hobbykünstlern bemalten und verzierten Enten-,Gänse-und Hühnereier zu bestaunen, mit den Künstlern zu fachsimpeln oder sich deren Techniken erklären zu lassen.
Auch viele andere österliche Accessoires sind zu sehen, die - ebenso wie alle anderen Dinge - auch direkt vor Ort angefertigt werden.
Für Leib und Wohl wird in der Cafeteria gesorgt. Neben heißen und kalten Getränken werden verschiedene Leckereien angeboten.
Während der Osterausstellung gelten besondere Öffnungszeiten: Das Museum ist täglich von 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet!
Wegen der Aufbauarbeiten zur Osterausstellung bleibt das Museum am 31.03. und am 01.04.2017 geschlossen.

„Poesia de Venetia“ – Impressionen von Axel Wolff (11.12.2016  bis 26.03.2017)

Maske vor Venedig
Axel Wolff, Fotograf aus Dinslaken, ist aktiver Fan des Karnevals in Venedig. Seit 1998 reist er jedes Jahr dorthin, bepackt mit einer großen Fotoausrüstung – und mit einem eigenen Kostüm. Denn wenn er nicht fotografiert, beteiligt er sich selbst am karnevalistischen Treiben.

Vor dem Siegeszug der Digitalkamera benutzte er drei Nikon-Spiegelreflexkameras, geladen mit unterschiedlichen Filmen. Kameras und viele Objektive für alle Aufnahmesituationen schleppte er in einer großen Fototasche durch Venedig.

Zusätzlich benutzte er eine handliche Leica-Sucherkamera mit weiteren Objektiven. Lange war sie Axel Wolffs Lieblingswerkzeug, weil sie leise, klein und unauffälig ist.

Mit Axel Wolff reisten oft auch Mitglieder des Fotoclubs „objektiv e.V.“ und in der Konkurrenz unter Kollegen gelangen besonders eindrucksvolle Aufnahmen.

2005 nahm Wolff erstmals eine digitale Nikon-Spiegelreflexkamera mit nach Venedig. Die technische Entwicklung hat diese Technologie inzwischen sehr weit vorangetrieben und heute kann man auch Bilder aus solchen Kameras stark vergrößern, ohne daß sie unscharf werden.

Dank der Digitaltechnik ist nur noch ein Kameragehäuse nötig, bei Wolff immer noch von Nikon. Mit Erzeugnissen dieses Herstellers arbeitet Wolff seit über 30 Jahren.

In einer großen Vitrine sind viele Teile der Fotoausrüstungen zu sehen, mit denen Axel Wolff die ausgestellten Bilder gemacht hat.

Neben mehr als 60 großformatigen Bildern sind historische Unterlagen zum Karneval in Venedig, originale Masken und Kostüme in der Ausstellung zu sehen. Im kleinen Ausstellungsraum kniet sogar ein Fotograf vor zwei Kostümierten, die sich vor der Kulisse von Venedig dem Publikum präsentieren.

 

Maulwurfstadt - Ein Projekt von Max Bilitza mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Kulturrucksack NRW (23.07.- 11.09.2016)

Miniaturwelt Bauarbeiter
Ein Kulturtunnel verbindet 2 Institutionen, 23 Teilnehmer und eine kreative Aufgabe. Die Maulwurfstadt ist ein Brennglas der heutigen Welt. Auf kleinstem Raum entstanden Foto-Installationen die vom Leben in der Großstadt erzählen. Kleine Spielzeugfiguren wurden in der städtischen Landschaft inszeniert und fotografiert.
Die Teilnehmer streiften mit den Mini-Figuren im Rucksack durch die Stadt und suchten einen Ort, der sie zu einer Foto-Installation inspirierte. Mitten auf dem Bürgersteig, in einer Pfütze, dem Marmeladenglas oder auf einem Stapel Schokoladenkeksen arrangierten sie ihre winzigen Figuren. Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 10 bis 14 Jahren beleuchteten die Ecken und Winkel der Stadt aus künstlerischen Perspektiven und richteten ihre Aufmerksamkeit auf die normalen und absurden Dinge des Lebens. Sie kreierten alltägliche Szenen mit den Figuren der Modelleisenbahn und fotografierten diese dann beim Sightseeing, beim Camping, beim Einkaufen genauso wie beim Ausflügemachen oder beim Arbeiten, Lachen und Streiten. Im Mittelpunkt steht die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner.

Neben der Fotografie als gestalterischer kreativer Prozess, und dem Spiel mit Schärfe sowie Unschärfe sind es die Inszenierungen, die den Reiz solcher Aufnahmen ausmachen. Dazu ist es notwendig, in kleinen Dingen das Besondere für die Inszenierungen zu finden. Hilfsmittel und Materialien aus Zeitschriften, Fotos, Erde, Ton, Glas, Kohle und alltägliche Gegenstände wurden als Requisite eingesetzt. Es entstanden Guckkästen mit Ansichten von historischen Sehenswürdigkeiten, aber auch absurde Szenen und theatralische Darstellungen. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. 
Mit Kameras und Mini-Figuren ausgerüstet erkundeten die Teilnehmer*innen mit Künstler Max Bilitza an 4 Vormittagen Gebäude und Außenflächen in Dinslaken und Duisburg und entwickelten ihre eigene Ausstellung.

 

Felix Hollenberg (1868 – 1945) – Radierungen und Gemälde (So 3.7. - So 28.8.2016)

Holzbrücke. Radierung von Felix HollenbergFelix Hollenberg (1868 – 1845) wurde in Sterkrade geboren und wuchs in Dinslaken auf. Sein Vater August versuchte sich mit einem metallverarbeitenden Betrieb und betätigte sich als Stadtverordneter im Rat der Stadt.

Nach kurzem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf folgte Felix 1888 seiner Familie nach Stuttgart. Nach dem Besuch der dortigen Kunstakademie ließ er sich als freier Künstler nieder. Regelmäßig besuchte er weiterhin seine Verwandten am Niederrhein.

In der Kunstwelt wird Hollenberg mit Max Beckmann, Max Slevogt und Käthe Kollwitz in eine Reihe gestellt. Merkwürdigerweise ist er in Dinslaken, der Heimat seiner Jugend, nahezu vergessen und unbekannt geblieben.

Schon mit 16 begann er nach der Natur zu zeichnen und zu malen. Erste Motive fand er in Dinslaken und Umgebung - vor allem in Hiesfeld. Die Landschaft seiner Heimat prägte sein Schaffen noch bis ca. 1910. Er liebte das Gefühl der Freiheit und Weite dieser Landschaft. Erst nach 1900 wandte er sich zunehmend seiner neuen Wahlheimat, der Schwäbischen Alb zu, deren Reichtum an Formationen und Linien ihn faszinierte. Fortan beschäftigte ihn die abwechslungsreiche  waldreiche Landschaft  und den Blick über hügeliges Gelände, Fluss- und Bachläufe, Felder und Dörfer.

Als Landschaftsmaler war Hollenberg zwar geprägt vom Naturalismus, doch seit den 1920er Jahren nahm er auch Anregungen der französischen Impressionisten auf. Viel bedeutender als die Malerei ist  sein umfassendes  graphisches Werk. Als Radierer erlangte er eine einzigartige Meisterschaft. Als „Malergrafiker“, wie er sich selbst verstand,  verband er großes technisches und handwerkliches Können mit künstlerischem Talent.

Die Stadt Dinslaken sammelt seit den 1960er Jahren Bilder und Drucke Hollenbergs. Aus dieser Sammlung zeigt das Museum Voswinckelshof nun die wichtigsten Stücke. Hiesfelder und niederrheinische Motive sind in einer eigenen Kategorie zusammengefasst, aber auch in weiteren thematischen Bereichen vertreten.

Zu sehen sind auch Dokumente und Fotos, einige Bücher und Druckmappen, die Hollenberg illustriert hat, sowie Werkzeuge und Materialien, die man zur Herstellung von Radierungen benötigt. Ein eigens angefertigter Film verdeutlicht die Herstellung einer Radierung.

Zur Ausstellung gibt es ein interessantes Begleitprogramm: Neben Führungen kann man Workshops besuchen und die Kunst des Radierens kennen lernen. Diese Termine werden in der Tagespresse, im  Veranstaltungskalender unter www.dinslaken.de und auf der Homepage des Museums veröffentlicht.

 

TRANSFORMATIONEN - Sterne und Galaxien (10.04. - 19.06.2016)

Blauer Stern von Andi KnappeDas Museum Voswinckelshof Dinslaken zeigt vom 10. April bis zum 19. Juni 2016 Werke des Dortmunder Künstlers Andi Knappe.
Unter dem Titel TRANSFORMATIONEN - Sterne und Galaxien - zeigt der Künstler eine Auswahl seiner Arbeiten aus den Jahren ab 2007 bis zu den aktuellen Arbeiten 2016.
Werkreihen von Bildern und Grafiken setzen sich thematisch und formal mit den Kräften und Konstellationen im Universum auseinander. Diese werden in eine Formensprache transformiert, die nicht wissenschaftsillustrierend ist.
Die Besonderheit der entwickelten Bildsprache von „Explosionen und Implosionen“, eine unkonventionellen Kompositionsmethode, die das Bildformat auflöst, und ein gezielter Farbeinsatz animieren die Betrachtenden über das rein Ästhetische hinaus die Werke zu entdecken. Die „Entdeckenden“ können und sollen sich selbst und die Welt in Beziehung zu Raum und Zeit setzen und sich letztendlich als einzelnes Individuum, aber auch als Teil der Menschheit in diesem Kräftespiel des Kosmos hinterfragen.
Das Credo des Künstlers Andi Knappe orientiert  sich an der Aussage von Albert Einstein: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

 

 

Tondi oder endlos rund? (31. Januar bis 6. März 2016)

Logo Tondi Waren in der Vergangenheit  „Schieflage“ oder „em.share“ Thema und Ausstellungs-projekte des Kulturkreises Dinslaken e.V. im Museum Voswinckelshof, so sind es nun Röhren und Ringe, denen sich 32 Mitglieder des Kulturkreises künstlerisch nähern.

Das Rundbild (ital. Rotondo) wurde seit der Antike von vielen Malern, Bildhauern und Architekten genutzt. Michelangelo Buonarotti und Sandro Botticelli zählen zu den bekanntesten unter ihnen.

Tondi (ital.) ist die Abkürzung des Wortes Rotondo und  Ausstellungstitel. Im Anschluss an die Ausstellung mit dem Titel „Körpersprachen“, folgt „Tondi“  ab dem 31. Januar 2016.

Erwartet  werden dazu 64 Kunstwerke, die in zwei Installationen zu je 32 Arbeiten im Foyer, bzw. im Obergeschoss als hängende Installationen präsentiert werden. Jedes Rohr ist 182 cm hoch und hat einen Durchmesser von 30 cm.

Die Ringe haben einen Durchmesser von 60 cm und sind 30 cm breit.

Für „Tondi“ arbeiten die Künstlerinnen und Künstler in ihren Ateliers thematisch frei und eigenverantwortlich. Beachten müssen sie allerdings: Ihre Röhren dürfen - der Statik wegen - nicht schwerer als 15 Kilogramm, ihre Ringe nicht schwerer als 5 Kilogramm werden.

Die Namen der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler versprechen ungewöhnliche Lösungen einer ungewöhnlichen Aufgabe und - wie schon bei der „Schieflage“ oder bei „em.share“ - eine ungewöhnliche  Präsentation.

Ob sich am Ende die je 32 Werke zu je einem Gesamtkunstwerk fügen werden? Als Besucher  werden Sie ab dem 31. Januar 2016 unsere Antwort auf diese Frage sehen.

Die Kunstwerke sind bis zum 6. März im Museum Voswinckelshof der Stadt Dinslaken zu sehen.

Zur Ausstellung gehört ein Katalog, den wir - solange der Vorrat reicht - kostenfrei überreichen.

 

"Körpersprachen" - Bilder aus dem Kulturkreis Dinslaken e.V. (12.12.2015 – 22.1.2016)

Bild zur Sonderausstellung Körpersprachen

In der Sonderausstellung „Körpersprachen“ zeigt der „KulturKreis Dinslaken e.V.“ die Arbeitsergebnisse aus dem vierwöchigen Künstlerinnenprojekt „Sommeratelier 2015“.

Während der Sommerferien nahmen 14 Künstlerinnen des „KulturKreis Dinslaken e.V.“ die Einladung des Museums an und nutzten das Dachgeschoss als „Sommeratelier“. Kleine Kojen mit Staffeleien und Malutensilien wurden aufgebaut und täglich waren drei bis vier Künstlerinnen vor Ort aktiv.

Am 28. Juni 2015 zum Beginn des Projekts fand zeitgleich das alljährliche Museumsfest statt. Dort stieß Idee des Sommerateliers auf reges Interesse: Spontan entstanden intensive Dialoge zwischen Künstlerinnen und Publikum - zu Motiven und Techniken ebenso wie zu Werdegang und Ausbildung der Künstlerinnen.

Unter dem Motto „Körpersprachen“ eröffneten sich viele künstlerische Sichtweisen: von figürlichen Darstellungen in unterschiedlichen Abstraktionsformen bis zu ungegenständlichen geometrischen Sujets. Körpersprachen finden sich auch in der Gestik des Malprozesses wieder, z. B. beim expressiven Farbauftrag, der die Dynamik der Pinselführung nachvollziehbar macht.

Viel Zustimmung fand der Austausch der Malerinnen untereinander. Es wurde über künstlerische Probleme diskutiert. Dadurch gab es schon während des Schaffensprozesses viele Anregungen, die sicher auch in die Werke eingeflossen sind.

Alle Werke, die in dieser Kunstaktion entstanden sind, werden im Museum Voswinckelshof vom 12.Dezember 2015 bis zum 22. Januar 2016 präsentiert.

Weihnachtsausstellung der Hobby-Kunsthandwerker - (29.11. – 6.12.2015)

Bild zur Weihnachtsausstellung

Die traditionelle Weihnachtsausstellung der Hobby-Kunsthandwerker findet auch in diesem Jahr wieder im Museum Voswinckelshof der Stadt Dinslaken am Elmar-Sierp-Platz 6 statt.

Die Ausstellerinnen und Aussteller präsentieren liebevoll selbst hergestellte Gegenstände, die mit dem heimatlichen Brauchtum rund um das Weihnachtsfest zu tun haben. Traditionelles hat genauso seinen Platz wie kunstvoll Gefertigtes aus neuester Zeit. Und selbstverständlich sind alle Beteiligten gern bereit, Interessierten Auskunft zu geben über die verwendeten Materialien und die Techniken, die zur Anfertigung der schönen Stücke erforderlich sind und beherrscht werden wollen.

Schönes zum Verschenken, z.B. große und kleine Weihnachtsmänner aus Holz, selbstgestaltete Weihnachtskarten,Tiffany, und vieles mehr.

In diesem Jahr haben sich 44 Aussteller angemeldet, die im Museum werkeln und weihnachtliche Stimmung verbreiten.

Trotz der vielen Anmeldungen und dem begrenzten Platz in unserem Haus wollen wir möglichst vielen Ausstellern die Möglichkeit zur Teilnahme geben. Deshalb gibt es in diesem Jahr erstmals einen „fliegenden Wechsel“ in der Präsentation: Manche Aussteller werden nur in der ersten, andere in der zweiten Hälfte der Ausstellungszeit dabei sein. Es lohnt sich also, die Ausstellung zweimal zu besuchen.

Für Leib und Wohl wird in der Cafeteria des Museums gesorgt: Neben heißen und kalten Getränken gibt es dort auch Weihnachtsgebäck und andere Leckereien.

Skulpturen von Max Kratz - (13.9. – 22.11.2015)

Max Kratz vor der "Steilen Lagerung" Seit 1950 arbeitete der der 1921 geborene Bildhauer Max Kratz als frei schaffender Künstler. Mit den Türgriffen für den Neubau der Stadtkasse Düsseldorf, die er 1956 verwirklichte, errang er große Aufmerksamkeit. Viele Skulpturen im öffentlichen Raum folgten. Die bekanntesten sind das Bergarbeiterdenkmal „Steile Lagerung“ und der hoch aufragende „Pylon“ am Düsseldorfer Flughafen. Von 1970 bis 1985 war Max Kratz als Dozent für Kunst und Design tätig, zunächst an der Folkwang-Hochschule Essen, wenig später als Professor an der dortigen Gesamthochschule. Die Ausstellung im Museum Voswinckelshof präsentiert ausgeführte Skulpturen, Entwurfszeichnungen und Modelle aus allen Schaffensphasen des Künstlers.

Sommeratelier des Kulturkreis Dinslaken e.V. - (28.6. – 26.7.2015)

 

Der Kulturkreis Dinslaken richtet ab Sonntag, 28. Juni, im Dachgeschoss des Museums Voswinckelshof ein Sommer-Atelier ein. Eröffnet wird das ausschließlich für Frauen gedachte Atelier beim Sommerfest des Museums am Sonntag, 28. Juni, von 11 bis 17 Uhr. Insgesamt 15 Künstlerinnen nehmen daran teil. Maximal vier von ihnen werden an jedem Öffnungstag im Oberstübchen des denkmalgeschützten Hauses anwesend sein.

Die weiblichen Mitglieder des Kulturkreises wollen das Thema „Körperwelten“ individuell künstlerisch gestalten. Besucher können beim kreativen Schaffensprozess zusehen und mit den Künstlerinnen ins Gespräch kommen. Bei schönem Wetter werden die Staffeleien auf der Wiese vor dem Voswinckelshof aufgestellt. Wer mag, kann den Kreativen sogar vom Liegestuhl aus bei ihrer Arbeit zusehen und sich dabei über das entstehende Kunstwerk und frühere Arbeiten unterhalten.

Die Künstlerinnen werden einige ihrer Werke mitbringen und sind gerne bereit, sich über Kunst im Allgemeinen austauschen.

Voraussichtlich ab 5. Dezember werden die geschaffenen Werke im Rahmen einer eigenen Sonderausstellung im Museum präsentiert. Edith Bein, Sandra Geise, Barbara Grimm; Nati Johnen, Regine Krafft, Albina Kulig, Gila Lämmerzahl-Engasser, Ulla Middendorf, Martina Mühlen, Tamara Preiß, Barbara Spiekermann-Horn, Walburga Schild-Griesbeck, Heike Terbeck, Jutta Warbruck und Bettina Wolf wollen das sommerliche Atelier nutzen.

 

„Evokation“ Bilder von Dankmar Bangert de Vondel - (21.6. – 30.8.2015)

Plakatmotiv "Evokation" - Bilder von Dankmar Bangert de Vondel Die Ausstellung zeigt Bilder Dankmar Bangert de Vondel.

Unter Evokation versteht der Künstler eine „Erweckung von Vorstellungen oder Erlebnissen bei der Betrachtung eines Kunstwerkes“. In der Ausstellung seiner Bildreihe „Evokation“ präsentiert der Kölner Maler Dankmar Bangert de Vondel von ihm umgestaltete Bildmotive historischer Künstler. Sie sollen den Betrachter über die Erinnerung an das alte Motiv zu neuem Sinn, zu neuen Ideen bei der Bildbetrachtung hinführen.

Dazu werden Menschen im Bild gezeigt, die aber zu roboterhaften Strichfiguren geschrumpft sind. Die Farben des historischen Originals oder Musters bleiben - dem kunsthistorischen Vorbild gemäß - im Bildaufbau an der jeweiligen Stelle.

Neben der Erinnerung an kunsthistorische Motive verfolgt der Künstler ein weiteres Anliegen: Er weist mit seinen Bildern auf heutige Lebenssituationen hin. Dabei hat er Gedanken wie Enge, Überbevölkerung oder allgemeine gesellschaftliche Lebensmomente im Hinterkopf.

Dankmar Bangert de Vondel, Jahrgang 1942, studierte an den Kunstakademien in Wiesbaden und Düsseldorf Bildhauerei und Malerei.

Seit 1988 ist die Malerei sein Arbeitsschwerpunkt. Seither schuf er verschiedene Serien von Bildern, die sich neben rein abstrakter Malerei auch mit politischen Themen sowie mit Fragen verschiedener Wahrnehmungstheorien auseinandersetzen (Dichotomie, Parataxe, Apparance, Tranche, Tao, Néant).

Er schuf u.a. Bildwerke zu den Begriffen „Reflexion von Spiegelung“, „Zweifel an der Wahrnehmung“, „Bildvielfalt zur Schaffung neuer Inhalte“, „Krieg“.

 

1945 – Luftkrieg über Dinslaken - (22.3. – 14.6.2015)

 voswinckelshofDer 23. März 1945 begann in Dinslaken wie andere Tage seit zwei Wochen: Die Stadt lag unter Beschuß der alliierten Artillerie, die vom Westufer des Rheins herüberschoß. Auch Bombenflugzeuge waren für die Menschen nichts Ungewöhnliches. Am 22. Januar 1945 waren 85 Tote durch einen Bombenangriff auf den Stadtteil Lohberg zu beklagen gewesen. Zudem hatten deutsche Flugabwehrkanonen (FLAK) einige Bomber abgeschossen, die an Angriffen auf die Anlagen der Ruhr-Chemie und auf Duisburger Industriebetriebe beteiligt waren. Sie waren auf Feldern und über Wäldern rund um Dinslaken abgestürzt. Dabei hatte es Verletzte und Tote gegeben.

In der Hühnerheide sowie zwischen Dinslaken und Wehofen waren große FLAK-Stellungen angelegt worden, die eigentlich das Walzwerk und die Ruhr-Chemie schützen sollten. Doch die Geschütze waren entweder aus Materialmangel gar nicht mehr eingetroffen oder sie waren zu anderen Orten abgezogen worden, die stärker bedroht schienen. Immerhin: Die Alliierten hielten Dinslaken für einen stark befestigten Ort, weil sie diese Stellungen auf ihren Luftaufklärungsfotos sehen konnten.

Am 23. März 1945 starteten gegen 8 Uhr morgens über 100 Maschinen der 9. US-Luftflotte von fünf Flugplätzen in Nordfrankreich mit Kurs auf Dinslaken. Die zweimotorigen Bomber des Typs Martin B-26 „Marauder“ konnten eine Bombenlast von bis zu bis zu 2.177 kg (oder 4.800 englische Pfund) mitführen. Die leichteren Douglas A-20 „Havoc“ (bis 1814 kg Bombenlast) und Douglas A-26 „Invader“ (bis 2.265 kg Bombenlast) hatten geringere Kapazitäten. Jedes Flugzeug konnte bis zu 30 Bomben verschiedener Größe tragen.

Der Auftrag lautete: Auslöschen von Verteidigungsstellungen bei Dinslaken zur Vorbereitung des Rheinübergangs der alliierten Bodentruppen. Zudem gehörte ein Angriff auf das Walzwerk in Dinslaken zur Aufgabe der Flugzeugbesatzungen.

Die Dinslakener waren gewarnt: Allein am 20. März waren 74.000 Flugblätter zur Ankündigung eines bevorstehenden Angriffs und mit dem Aufruf zur Kapitulation über Dinslaken abgeworfen worden.

Gegen 9:30 Uhr begann das Bombardement, das in mehreren Wellen und in zwei Schichten, einer Vormittagschicht und einer Nachmittagsschicht, weite Teile der Stadt Dinslaken dem Erdboden gleich machte. Insgesamt starben an diesem Tag 511 Menschen in Dinslaken und seinen Vororten. Abends waren nicht nur die meisten Wohnhäuser zerstört, sondern auch beide Krankenhäuser, die meisten Kirchen, der Bahnhof und Teile des Walzwerks.

Die Ausstellung im Museum Voswinckelshof geht anhand von historischen Gegenständen, Bildern und Karten noch einmal auf die Ereignisse dieses schrecklichen Tages ein.

!VERLÄNGERT! GroßmütterBilder: vorgestern/gestern/heute - 08.03. – 24.05.2015 !Verlängert!Logo der Ausstellung Großmütterbilder

Großmutter und Enkelin auf rotem Schaltuch
Dinslakenerinnen haben in ihren Fotoalben gestöbert und die Fotos ihrer Großmütter, Urgroßmütter oder Fotos von sich als Großmutter zusammen mit Ihren Enkelkindern herausgesucht. Aus diesen Bilder ist eine Ausstellung entstanden, die einen Eindruck über den Wandel des GroßmutterBildes im Laufe der Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts vermittelt. Die Fotos werden geschichtlich eingeordnet, so dass Sie sich ein Bild davon machen können, in welcher Zeit die Frauen gelebt haben, als das Bild entstanden ist.
Ergänzt werden diese historischen Bilder durch Fotos aktueller Großmütter, die bei einer Fotoaktion 2013 durch die Fotografin Rose Benninghoff entstanden sind. In der Ausstellung finden Sie zusätzlich Texte und Gedichte von Dinslakenerinnen, die in dem Schreibsalon „Omageschichten“ geschrieben wurden. Interaktive Elemente sorgen für zusätzliche Erlebnisse.

 

Wegen der eingeschränkten Parkmöglichkeiten unmittelbar vor dem Voswinckelshof sollten Besucher ihre Fahrzeuge im Bereich Rutenwall abstellen.