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Sonderausstellungen

Chrysantheon 2 (15.04 - 10.06.2018)

Das Kunstprojekt CRYSANTHEON ist zu Gast im Museum Voswinckelshof.

CRYSANTHEON ist ein Kunstwort. Es ist zusammengesetzt aus den Begriffen Chrysantheme, der herbstblühenden Blume, die in Japan als Symbol der Sonne gilt, und aus "Pantheon", einem allen Göttern geweihten Heiligtum.

CRYSANTHEON ist der Ort, den es zu erschaffen gilt:

Charaktere, Gesellschaftssystem, Kultur, Mythologie, Religion, Wissenschaft, Technik, Architektur etc. mit Aspekten der Utopie, Dystopie (Anti-Utopie, oft mit negativem Ausgang), Fantasy, Science Fiction …

Gestartet ist das Kunstprojekt CRYSANTHEON mit dem Thema „Die Stadt“. In Dinslaken beschäftigt sich der zweite Teil mit den „Personae“. Dazu zählen Außendarstellung, Maske, Rolle, Rollenerwartungen, Rollenspiele, Hierarchien, Charaktere, auch Status und -verlust in der Gesellschaft. Die Frage der Identität im Spannungsfeld zwischen äußerer Erwartungshaltung, Wahrnehmung und eigener Positionierung wird ebenfalls thematisiert.

Jedes Thema wird mehrfach und sich verändernd und entwickelnd interpretiert. Weitere Themen und Ausstellungen sind für die Zukunft geplant.

Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler arbeiten in den Gattungen Grafik, Fotografie, Malerei, Plastik bzw. Mischformen wie Collage oder Montage. Sie hatten freie Wahl bei den von ihnen verwendeten Materialien. Das Spektrum der Ideen ist weit, das Projekt – zu dem weitere Ausstellungen in den kommenden Jahren folgen sollen – ein Abenteuer.

Friedensbilder! - Eine Ausstellung von Max Bilitza mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen des KulturRucksack NRW 2018 (07.04. - 10.06.2018)

Spielzeugsoldaten im Farbenmeer"Friedensbilder!“ ist ein multimediales Ausstellungsprojekt von Max Bilitza (Gewinner Kinder- und Jugendkulturland Projektpreis NRW 2015 und 2016) in Kooperation mit dem Museum Voswinckelshof Dinslaken und der Tanzwerkstatt Ulla Weltike Duisburg im Rahmen des Kulturrucksack Städteverbundes Duisburg und Dinslaken.
Im Anschluss an die 39. Duisburger Akzente die sich dem Thema „Nie wieder Krieg?“ verschrieben haben, waren jetzt besonders Duisburger und Dinslakener Kinder und Jugendliche gefragt, ihre Sichtweisen auf das Thema Krieg und Frieden in Malerei, Installation, Skulptur und Collage im Rahmen eines kostenfreien Kulturrucksack Ferienprogrammes darzustellen. Das Besondere daran: Die 13 Kinder wurden zu Künstler*innen und Kurator*innen und zeigen ihre Kunstwerke in einer professionellen Sonderausstellung im Museum Voswinckelshof in Dinslaken. 
Der Workshop gliederte sich in unterschiedliche Punkte: - gemeinsam die Geschichte der Stadt erkunden – der eigenen Fantasie nachgehen – Gestaltungstechniken erlernen – kreative Experimente machen – Ideen mitnehmen – selbst Kunstwerke gestalten – eine richtige Ausstellung vorbereiten.
Geleitet wurde der Workshop für junge Menschen zwischen 10 und 14 Jahren von dem erfahrenen, international tätigen Künstler Max Bilitza.
Krieg, Flucht, Vertreibung, Heimatverlust, Frieden, Neuanfang: Wie können Kinder und Jugendliche damit umgehen, wie können sie deutlich machen, was sie bewegt? In dem Projekt waren Kinder und Jugendliche eingeladen, ihre eigene Sichtweise auf das Thema Krieg und Frieden in Malerei, Installation, Skulptur und Collage darzustellen. Ob Biografien von Menschen beleuchtet wurden, die Großes für den Frieden in der Welt getan haben, oder ob Frieden im eigenen Wohnzimmer thematisiert wurde, oblag der Entscheidung der Gruppe. Ziel war es, dass die Kinder und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit außerschulischen Experten und Expertinnen eine professionelle Ausstellung vorbereiten und einem interessierten Publikum zugänglich machen.
Ausstellungszeitraum im Museum Voswinckelshof in Dinslaken: 07.04.2018 bis 10.06.2018.
Die städteübergreifende Kunstausstellung wird am Samstag, 7. April 2018 um 15.00 Uhr eröffnet.Piktogramm Ziel 16 Frieden, Gerechtigkeit und starke Instituionen


Osterausstellung im Museum Voswinckelshof (18. - 25.03.2018)

Am 18. März 2018 öffnet das Museum Voswinckelshof seine Türen für die traditionelle Osterausstellung.Osterdekoration im Museum Voswinckelshof
30 Kunst- und Hobbyhandwerker verwandeln die Räume am Elmar-Sierp-Platz in einen anspruchsvollen Ort österlichen Brauchtums. Die Ausstellung erstreckt sich über alle drei Etagen des Museums Voswinckelshof.
Die Besucher haben ausreichend Gelegenheit, zum Beispiel die von Hobbykünstlern bemalten und verzierten Enten-,Gänse-und Hühnereier zu bestaunen, mit den Künstlern zu fachsimpeln oder sich deren Techniken erklären zu lassen.
Auch viele andere österliche Accessoires sind zu sehen, die - ebenso wie alle anderen Dinge - auch direkt vor Ort angefertigt werden.
Für Leib und Wohl wird in der Cafeteria gesorgt: Neben heißen und kalten Getränken werden kleine Leckereien angeboten.
Die Ausstellung wird am Sonntag, den 18.03.2018 um 11 Uhr feierlich durch den stellvertretenden Bürgermeister Thomas Groß und den Kinderchor „Kecke Kiebitze“ eröffnet.

Während der Osterausstellung gelten besondere Öffnungszeiten: Das Museum ist täglich von 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet!
Wegen der Aufbauarbeiten zur Osterausstellung bleibt das Museum am 16.03. und am 17.03.2018 geschlossen.


"Faszination Meer – Insel Møn" - Bilder aus der dänischen Südsee von Klaus-Uwe Kühl

(14.1. bis 4.3.2018 - Studioausstellung im Dachgeschoss)

Spiegelung im MeerDas Meer und seine Küsten strahlen von jeher eine Faszination aus, die die Menschen berührt und in ihren Bann zieht. Dies hat die Werke von Künstlern vieler Genres zu allen Zeiten beeinflußt.

Klaus-Uwe Kühl ist bis heute von seinen Reisen „an die See“ fasziniert. Das Treiben im Hafendie Küste und der Strand, die Sonne, die sich im Wasser spiegelt, wechselnde Wolkenbilder und das sich stetig ändernde Spiel der Wellen erzeugen in ihm eine fast magische Faszination. Er verweilt und beobachtet, setzt sich kreativ damit auseinander – und fotografiert. Das Meer erlebt er als Ort „ohrenbetäubender Stille ewiger Rastlosigkeit“.

Seit 2006 setzt er sich im Rahmen der Werkreihe „Momente“ mit Emotionen, Gefühlen und ihrer Visualisierung auseinander. Dies auch, um einen anderen Blick auf die Dinge zu bekommen.

Die ausgestellten Fotografien sind auf der dänischen Insel Møn entstanden. Mit ihren Kreidefelsen ist sie das dänische Gegenstück zur Insel Rügen. Geografisch liegt die Insel Møn am südlichen Rand eines Inselreviers, dass auch als „dänische Südsee“ bezeichnet wird. Es besteht aus einer Vielzahl kleiner Inseln mit malerischen Buchten und Häfen, Lande- und Ankerplätzen.

Die Bilder zeigen die Landschaft an Møns Klingt, Szenen am Meer und dessen Licht, das Wasser, den Wind und eindrucksvolle Stimmungen. Sie zeigen Details und Abstraktes, das aus dem Spiel der Elemente entstanden ist.

DINgsda - Von DINslaken, DIN-Normen und anderen DINgen

17.12.2017 - 4.3.2018

DINgsda Ausstellung„DIN“ ist als Abkürzung bekannt. Auf KFZ-Kennzeichen und am Niederrhein steht es für DINslaken, in der Welt für das Deutsche Institut für Normung.

Mit der Sonderausstellung „DINgsda – 100 Jahre DIN-Normen in DINslaken“ im Museum Voswinckelshof ehrt die Stadt DINslaken das DINstitut zum 100. Geburtstag. Zu sehen sind individuell gefertigte wie genormte Gegenstände aus industrieller Fertigung. Die Ausstellung macht deutlich, wie wichtig DIN-Normen heute auch im DINslakener Alltag sind.

Der Ortsname „Dinslaken“ wurde erstmals in einer auf das Jahr 1163 datierten Urkunde genannt. Seit der Verleihung der Stadtrechte 1273 wandelte sich das kleine Landstädtchen zu einer industrialisierten Mittelstadt.

Das Normeninstitut blickt am 22.12.2017 auf 100 Jahre erfolgreicher Arbeit zurück. Es entstand als „Normenausschuss der deutschen Industrie“, weil Industrie, Handel und Verwaltung die Warenwelt vereinfachen und mit gleichmäßigen Qualitätsstandards versehen wollten. Seit 1975 steht das Kürzel DIN weltweit für das deutsche Normenwerk, an dem sich die öffentliche Verwaltung, Industrie, Handel und Dienstleister orientieren.

 

 

Weihnachtsausstellung der Hobby-Kunsthandwerker

27.11. - 3.12.2017

Museum Voswinckelshof weihnachtlich eingeschneit Die traditionelle Weihnachtsausstellung im Museum Voswinckelshof steht an. In diesem Jahr findet sie eine Woche früher als viele Jahre vorher statt, nämlich vom 27.11.2017 bis zum 3.12.2017, jeweils von 11 - 18 Uhr.

Neben den Hobbykünstlern und Hobbykünstlerinnen, die bereits seit vielen Jahren an den Ausstellungen im Museum teilnehmen, präsentieren in diesem Jahr auch neue Teilnehmende die sehenswerten Ergebnisse ihrer Freizeitaktivitäten. Insgesamt nehmen in diesem Jahr 30 Ausstellerinnen und Aussteller teil. Gezeigt werden Buchfaltkunst, Tiffany, Gesticktes, Genähtes und Gehäkeltes, Schmuck in vielfältiger Ausführung, Kränze, Adventkalender, Holzarbeiten, Engel aus Perlen oder Nudeln, Keramik, geprägte Münzen, Karten in verschiedenen Variationen und vieles mehr. Selbstverständlich werden die Techniken auch vorgeführt und erklärt.

Die Ausstellung füllt wieder einmal alle 3 Stockwerke des Museums. Zeitgleich findet an der Museumskasse in Kooperation mit dem Agenda-Büro eine Tombola zugunsten der „Denis Goldberg Legacy Foundation“ (Kulturförderung für junge Menschen in Südafrika) statt. Fair produzierter Schmuck und viele andere Schätze aus fairem Handel locken als Preise.

Traditionsgemäß ist auch die Cafeteria geöffnet. Dort kann man sich vor oder nach dem Besuch der Ausstellung mit vielen Leckereien verwöhnen lassen.

 

500 Jahre Reformation im Land Dinslaken

10.9. - 19.11.2017

Karte vom Land Dinslaken - Blaeu, 1644Im Land Dinslaken war die Unzufriedenheit groß über die Verhältnisse, die im ausgehenden Mittelalter in der katholischen Kirche herrschten. Reformatorische Bemühungen der Klever Landesherren liefen ebenso ins Leere wie solche innerhalb der Klöster. Die Gedanken der „devotio moderna“, der modernen Demut und Frömmigkeit, trafen auf zunehmendes Interesse. Eine gesellschaftliche Grundstimmung für eine umfassende Reformation der Kirche war entstanden.

Am Ende des 15. Jahrhunderts nahm der Ablasshandel groteske Züge an. Gegen Zahlung von Geld konnte man sich von Sündenstrafen frei kaufen. Als Anbieter traten der Papst und andere hohe Geistliche auf, die den Verkauf reisenden Ablasspredigern überließen. Der Dominikaner Johannes Tetzel war ein ganz besonders aggressiver Verkaufsprediger, der auch in der Gegend von Wittenberg seinem Geschäft nachging. Martin Luther bekam die Auswirkungen direkt zu spüren und soll als Reaktion gegen dies Treiben seine 95 Thesen veröffentlicht haben.

Die Sonderausstellung zur Reformation im Land Dinslaken greift sowohl den Ablassverkauf, als auch die Stimmung der Bevölkerung auf. Anhand originaler Ausstellungsstücke wird die Einstellung von Herrschaft wie Bevölkerung hinsichtlich der Kirchenreform deutlich und greifbar. Auch die von vielen Kriegen geprägte Zeit am Ende des 16. und im 17. Jahrhundert wird mit eindrucksvollen Exponaten aus Dinslaken und dem Umland vermittelt.

In dieser Zeit der Gegenreformation hatten es die Protestanten schwer. Sie mußten sich teils heimlich treffen, teils die Gotteshäuser untereinander und sogar mit Katholiken teilen.

Allerdings waren die letzten drei Klever Herzöge von Humanisten erzogen worden und behielten ihre Lehrer als Regierungsberater. Von der Toleranz, die den Herzögen vermittelt worden war, profitierte das ganze Land.

Der Unionsaufruf König Friedrich Wilhelms II. vom September 1817 fand bei den unterschiedlichen protestantischen Richtungen ein positives Echo. Auch in den Gemeinden des Kirchenkreises Dinslaken kam es zur Union von Lutheranern und Reformierten.

Die Rheinische Kirche ist heute eine Kirche der Union, in der es nur noch wenige ausgesprochen lutherische oder reformierte Gemeinden gibt. Im Kirchenkreis Dinslaken sind heute alle Gemeinden uniert.

Über diesen Link kann man einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung machen: http://reformation-dinslaken.de/360/

Ein Rahmenprogramm von Lesungen, Führungen sowie museumspädagogische Angebote begleiten die Ausstellung.

Informationen zur Ausstellung, Texte und Abbildungen finden Sie auch auf der Homepage:

www.reformation-dinslaken.de

Gemalter Raum – Getanzter Traum - 05.-27.08.2017

Großformatiges Actionpaintung in der AusstellungEin multimediales Projekt für 10 -14 Jährige von Max Bilitza in Kooperation mit dem Museum Voswinckelshof und der Tanzwerkstatt Ulla Weltike im Rahmen des Kulturrucksack NRW Duisburg und Dinslaken

Ein Projekt verbindet Duisburg und Dinslaken: 2 Institutionen, 19 Teilnehmende und eine kreative Aufgabe.

Action Painting! Malperformance! Kunstausstellung!
Klecksen, tropfen, malen, spritzen – Aktionsmalerei passiert spontan, wild, rebellisch, leidenschaftlich und folgt dem Prinzip des Zufalls: Schalte den Kopf beim Malen ab und lass den Zufall mitentscheiden!
Action Painting (Aktionsmalerei) ist eine besondere Maltechnik, bei der mit tänzerischen Bewegungen Farbe auf den Malgrund geschleudert, gespritzt, gekleckst oder auch gepinselt wird.
Mit Sieb und (Zahn)bürste, Skateboard und Cola-Dose wurden die Bilder abwechslungsreich gestaltet oder ganze Leinwände mit bunter Farbe bedeckt – inspiriert von den berühmten Klecksbildern von Jackson Pollock und Max Ernst
Unter der Anleitung des Künstlers Max Bilitza (Gewinner des Projektpreises Kinder und Jugendkulturland NRW 2015 und 2016) konnten 19 Kinder und Jugendliche in einem mehrtägigen Ferienprogramm expressiv malen und surreale Bilder gestalten, eigene Malperformances und Tanzstücke entwickeln und die Ergebnisse im Rahmen einer professionellen Kunstausstellung präsentieren.

GEZEITEN - Fotografische Arbeiten von Thomas Heinser
(30.4. - 20.8.2017)

Thomas Heinser - LuftaufnahmeThomas Heinser ist der Herr der „Gezeiten“. Unter diesem Titel präsentiert der Fotograf aus San Francisco seine neueste Ausstellung, die ab dem 30. April im Museum Voswinckelshof in Dinslaken zu sehen ist.

Die Schau befasst sich mit der Natur und dem, was wir Menschen daraus machen: Zu sehen sind Brücken und Rollbahnen, die sinnbildlich für Bewegung und Weiterkommen stehen, doch die Bilder sind frei von Menschen und Fahrzeugen; kalifornische Landschaften, schwer gezeichnet von einer jahrelangen Dürre, die gerade erst zu Ende geht — und dabei dennoch eine bizarre Schönheit entfalten; Salinen zur Salzgewinnung im Süden der San Francisco Bay, die in den verschiedensten Farben leuchten und immer wieder an Gemälde erinnern.

Kommen und Gehen, eine Welt im Wandel: Das Wort „Gezeiten“ ist dabei nicht nur im heute noch gebräuchlichen Sinne von Ebbe und Flut gemeint, sondern auch in der veralteten Variante von Zeiträumen, die ständigen Veränderungen unterworfen sind. Oder, wie es beim Literaturnobelpreisträger Bob Dylan heißt: „The Times They Are A-Changin’“.

Der Fotograf Thomas Heinser (*1958), in Dinslaken aufgewachsen, lebt und arbeitet seit mehr als 30 Jahren in San Francisco, Kalifornien — zunächst überwiegend für Werbung und Fotostrecken in Magazinen, in letzter Zeit mit Schwerpunkt auf seinen eigenen künstlerischen Arbeiten.

„Gezeiten“ ist Heinsers zweite Ausstellung in seiner alten Heimat: Schon 2013 eröffnete er im Museum Voswinckelshof die Werkschau „Blickwinkel“, seine erste Ausstellung in Deutschland überhaupt. In der Zwischenzeit zeigte er seine Bilder auch in Köln und Berlin — Städte mit ungleich größeren Kunst- und Kulturszenen, aber das fällt für den Fotografen gar nicht ins Gewicht. Thomas Heinser meint: „Die Faszination ist eigentlich die selbe. Das Publikum ist ein anderes, aber nicht weniger spannend. Und das Herz einer Schau ist größer, wenn’s in der Heimat passiert.“

 

"Gardens Around the World" - Ein interkulturelles Austauschprojekt zwischen Afghanistan und Europa (12.04.-12.05.2017)

Gesticktes Frauengesicht mit BlütenIm Rahmen des Vereins „Deutsch-Afghanische Initiative" betreut Pascale Goldenberg ein Stickprogramm von Frauen in Afghanistan, aus denen bereits mehrere Wettbewerbe hervorgegangen sind. Nun präsentiert die DAI zusammen mit dem französischen Verein „Textile-Résonance" deren vollkommen neues und experimentelles gemeinsames Ausstellungsprojekt „Gardens Around the World".
Die gezeigten Werke sind das Ergebnis von vier Händen: in Europa gestaltete textile Rohlinge, die eine Vorstellung von Garten kommunizieren, wurden nach Afghanistan geschickt und dort von Stickerinnen frei und spontan bestickt. Die unterschiedlichen Garten-Vorstellungen und ästhetischen Gesinnungen der afghanischen Stickerinnen haben sich ebenso in den Werken niedergeschlagen. Anschließend erhielten die europäischen Teilnehmerinnen ihre Rohlinge zurück und vervollständigen diese in noch letzten, fehlenden Details. Das Ergebnis sind wunderschöne und farbenfrohe Arbeiten, die die afghanische und europäische Kultur zusammenbringen und den afghanischen Stickerinnen neben der finanziellen Verbesserung ihrer Lebenssituation auch ein neues Verständnis für ihren eigenen Wert und den ihrer Arbeit vermitteln. Die vielfältigen Ergebnisse von „Gardens Around the World" werden in einer Wanderausstellung sowie in einem eigenen Buch dokumentiert. Dieses legt die Schritte des Projektes offen, einen Prozess, der sich bei manchen Werken nicht erahnen lässt.
Wir freuen uns, dass wir nach 2014 im Rahmen unserer lokalen Agenda mit internationalen Netzwerken, erneut eine Ausstellung dieser interkulturellen Initiative in Dinslaken zeigen können.

Verantwortlich:

  • Sigrun Kampen, Kita Villa Kunterbunt
  • Lucie-Maria Rodemann, Agenda-Büro Dinslaken
  • Cordula Hamelmann, Museum Voswinckelshof

Kooperationen:

  • Agenda-Büro Dinslaken
  • Gleichstellungsstelle Dinslaken
  • Kita Villa Kunterbunt Dinslaken
  • Museum Voswinckelshof
  • Netzwerk sevengardens Dinslaken
  • Sevengardens, atavus e.V.
  • VHS Dinslaken

Im Museum zur Ausstellung erhältlich:

  • Stickbilder aus Afghanistan (Einzelstücke mit individuellem Preis ab 3,00 Euro aufwärts)
  • Buch zur Ausstellung: Pascale Goldenberg, Gardens Around the World, MaroVerlag 2016 (Preis: 20,00 Euro)

Weitere Informationen unter:

www.facebook.com/sevengardens.dinslaken
www.guldusi.com

 

„Poesia de Venetia“ – Impressionen von Axel Wolff (11.12.2016  bis 26.03.2017)

Maske vor Venedig
Axel Wolff, Fotograf aus Dinslaken, ist aktiver Fan des Karnevals in Venedig. Seit 1998 reist er jedes Jahr dorthin, bepackt mit einer großen Fotoausrüstung – und mit einem eigenen Kostüm. Denn wenn er nicht fotografiert, beteiligt er sich selbst am karnevalistischen Treiben.

Vor dem Siegeszug der Digitalkamera benutzte er drei Nikon-Spiegelreflexkameras, geladen mit unterschiedlichen Filmen. Kameras und viele Objektive für alle Aufnahmesituationen schleppte er in einer großen Fototasche durch Venedig.

Zusätzlich benutzte er eine handliche Leica-Sucherkamera mit weiteren Objektiven. Lange war sie Axel Wolffs Lieblingswerkzeug, weil sie leise, klein und unauffälig ist.

Mit Axel Wolff reisten oft auch Mitglieder des Fotoclubs „objektiv e.V.“ und in der Konkurrenz unter Kollegen gelangen besonders eindrucksvolle Aufnahmen.

2005 nahm Wolff erstmals eine digitale Nikon-Spiegelreflexkamera mit nach Venedig. Die technische Entwicklung hat diese Technologie inzwischen sehr weit vorangetrieben und heute kann man auch Bilder aus solchen Kameras stark vergrößern, ohne daß sie unscharf werden.

Dank der Digitaltechnik ist nur noch ein Kameragehäuse nötig, bei Wolff immer noch von Nikon. Mit Erzeugnissen dieses Herstellers arbeitet Wolff seit über 30 Jahren.

In einer großen Vitrine sind viele Teile der Fotoausrüstungen zu sehen, mit denen Axel Wolff die ausgestellten Bilder gemacht hat.

Neben mehr als 60 großformatigen Bildern sind historische Unterlagen zum Karneval in Venedig, originale Masken und Kostüme in der Ausstellung zu sehen. Im kleinen Ausstellungsraum kniet sogar ein Fotograf vor zwei Kostümierten, die sich vor der Kulisse von Venedig dem Publikum präsentieren.

 

Maulwurfstadt - Ein Projekt von Max Bilitza mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Kulturrucksack NRW (23.07.- 11.09.2016)

Miniaturwelt Bauarbeiter
Ein Kulturtunnel verbindet 2 Institutionen, 23 Teilnehmer und eine kreative Aufgabe. Die Maulwurfstadt ist ein Brennglas der heutigen Welt. Auf kleinstem Raum entstanden Foto-Installationen die vom Leben in der Großstadt erzählen. Kleine Spielzeugfiguren wurden in der städtischen Landschaft inszeniert und fotografiert.
Die Teilnehmer streiften mit den Mini-Figuren im Rucksack durch die Stadt und suchten einen Ort, der sie zu einer Foto-Installation inspirierte. Mitten auf dem Bürgersteig, in einer Pfütze, dem Marmeladenglas oder auf einem Stapel Schokoladenkeksen arrangierten sie ihre winzigen Figuren. Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 10 bis 14 Jahren beleuchteten die Ecken und Winkel der Stadt aus künstlerischen Perspektiven und richteten ihre Aufmerksamkeit auf die normalen und absurden Dinge des Lebens. Sie kreierten alltägliche Szenen mit den Figuren der Modelleisenbahn und fotografierten diese dann beim Sightseeing, beim Camping, beim Einkaufen genauso wie beim Ausflügemachen oder beim Arbeiten, Lachen und Streiten. Im Mittelpunkt steht die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner.

Neben der Fotografie als gestalterischer kreativer Prozess, und dem Spiel mit Schärfe sowie Unschärfe sind es die Inszenierungen, die den Reiz solcher Aufnahmen ausmachen. Dazu ist es notwendig, in kleinen Dingen das Besondere für die Inszenierungen zu finden. Hilfsmittel und Materialien aus Zeitschriften, Fotos, Erde, Ton, Glas, Kohle und alltägliche Gegenstände wurden als Requisite eingesetzt. Es entstanden Guckkästen mit Ansichten von historischen Sehenswürdigkeiten, aber auch absurde Szenen und theatralische Darstellungen. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. 
Mit Kameras und Mini-Figuren ausgerüstet erkundeten die Teilnehmer*innen mit Künstler Max Bilitza an 4 Vormittagen Gebäude und Außenflächen in Dinslaken und Duisburg und entwickelten ihre eigene Ausstellung.

 

Felix Hollenberg (1868 – 1945) – Radierungen und Gemälde (So 3.7. - So 28.8.2016)

Holzbrücke. Radierung von Felix HollenbergFelix Hollenberg (1868 – 1845) wurde in Sterkrade geboren und wuchs in Dinslaken auf. Sein Vater August versuchte sich mit einem metallverarbeitenden Betrieb und betätigte sich als Stadtverordneter im Rat der Stadt.

Nach kurzem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf folgte Felix 1888 seiner Familie nach Stuttgart. Nach dem Besuch der dortigen Kunstakademie ließ er sich als freier Künstler nieder. Regelmäßig besuchte er weiterhin seine Verwandten am Niederrhein.

In der Kunstwelt wird Hollenberg mit Max Beckmann, Max Slevogt und Käthe Kollwitz in eine Reihe gestellt. Merkwürdigerweise ist er in Dinslaken, der Heimat seiner Jugend, nahezu vergessen und unbekannt geblieben.

Schon mit 16 begann er nach der Natur zu zeichnen und zu malen. Erste Motive fand er in Dinslaken und Umgebung - vor allem in Hiesfeld. Die Landschaft seiner Heimat prägte sein Schaffen noch bis ca. 1910. Er liebte das Gefühl der Freiheit und Weite dieser Landschaft. Erst nach 1900 wandte er sich zunehmend seiner neuen Wahlheimat, der Schwäbischen Alb zu, deren Reichtum an Formationen und Linien ihn faszinierte. Fortan beschäftigte ihn die abwechslungsreiche  waldreiche Landschaft  und den Blick über hügeliges Gelände, Fluss- und Bachläufe, Felder und Dörfer.

Als Landschaftsmaler war Hollenberg zwar geprägt vom Naturalismus, doch seit den 1920er Jahren nahm er auch Anregungen der französischen Impressionisten auf. Viel bedeutender als die Malerei ist  sein umfassendes  graphisches Werk. Als Radierer erlangte er eine einzigartige Meisterschaft. Als „Malergrafiker“, wie er sich selbst verstand,  verband er großes technisches und handwerkliches Können mit künstlerischem Talent.

Die Stadt Dinslaken sammelt seit den 1960er Jahren Bilder und Drucke Hollenbergs. Aus dieser Sammlung zeigt das Museum Voswinckelshof nun die wichtigsten Stücke. Hiesfelder und niederrheinische Motive sind in einer eigenen Kategorie zusammengefasst, aber auch in weiteren thematischen Bereichen vertreten.

Zu sehen sind auch Dokumente und Fotos, einige Bücher und Druckmappen, die Hollenberg illustriert hat, sowie Werkzeuge und Materialien, die man zur Herstellung von Radierungen benötigt. Ein eigens angefertigter Film verdeutlicht die Herstellung einer Radierung.

Zur Ausstellung gibt es ein interessantes Begleitprogramm: Neben Führungen kann man Workshops besuchen und die Kunst des Radierens kennen lernen. Diese Termine werden in der Tagespresse, im  Veranstaltungskalender unter www.dinslaken.de und auf der Homepage des Museums veröffentlicht.

 

TRANSFORMATIONEN - Sterne und Galaxien (10.04. - 19.06.2016)

Blauer Stern von Andi KnappeDas Museum Voswinckelshof Dinslaken zeigt vom 10. April bis zum 19. Juni 2016 Werke des Dortmunder Künstlers Andi Knappe.
Unter dem Titel TRANSFORMATIONEN - Sterne und Galaxien - zeigt der Künstler eine Auswahl seiner Arbeiten aus den Jahren ab 2007 bis zu den aktuellen Arbeiten 2016.
Werkreihen von Bildern und Grafiken setzen sich thematisch und formal mit den Kräften und Konstellationen im Universum auseinander. Diese werden in eine Formensprache transformiert, die nicht wissenschaftsillustrierend ist.
Die Besonderheit der entwickelten Bildsprache von „Explosionen und Implosionen“, eine unkonventionellen Kompositionsmethode, die das Bildformat auflöst, und ein gezielter Farbeinsatz animieren die Betrachtenden über das rein Ästhetische hinaus die Werke zu entdecken. Die „Entdeckenden“ können und sollen sich selbst und die Welt in Beziehung zu Raum und Zeit setzen und sich letztendlich als einzelnes Individuum, aber auch als Teil der Menschheit in diesem Kräftespiel des Kosmos hinterfragen.
Das Credo des Künstlers Andi Knappe orientiert  sich an der Aussage von Albert Einstein: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

 

 

 

 

Wegen der eingeschränkten Parkmöglichkeiten unmittelbar vor dem Voswinckelshof sollten Besucher ihre Fahrzeuge im Bereich Rutenwall abstellen.