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Mein Blick auf "Das junge Rheinland" - Die Sammlung Günter Krusch

Aufbruchstimmung – nach Zerstörungen gibt es Patz für Neues: Das war die Grundstimmung nach dem Ersten Weltkrieg. In Deutschland bewirkte das Ende des Kaiserreichs die Gründung eines demokratischen Staates. Die Weimarer Republik schuf politische Rahmenbedingungen für unkonventionelle Ideen, für alte und neue Freigeister und vielgestaltige kreative Strömungen – auch am Niederrhein.

Drei Künstler, der Schriftsteller Herbert Eulenberg und die Maler Arthur Kaufmann und Adolf Uzarski, gründeten am 24. Februar 1919 in Düsseldorf die Künstlergruppe Das Junge Rheinland. Sie stand nicht für ein künstlerisches Programm. Sie sollte die Interessen aller bildenden Künstler und Künstlerinnen im Rheinland vertreten, sie bekannter machen und Ausstellungsmöglichkeiten schaffen. Dazu gab Das Junge Rheinland 1921 und 1922 auch eine Zeitschrift heraus.

Zum 100. Jahrestag der Gründung des Jungen Rheinland zeigt das Museum Voswinckelshof 75 Bilder und zwei Skulpturen von 27 Künstlern und zwei Künstlerinnen, die sich zwischen 1919 und 1933 an Projekten der Gruppe beteiligten. Dieser repräsentative Querschnitt entstand in der Zeit zwischen 1919 und 1965.

Die Werke stammen aus der Sammlung des Ehepaars Else Heiermann und Horst-Günter Krusch aus Duisburg. Ihnen gilt an dieser Stelle der Dank des Museums Voswinckelshof.

Unter vielen anderen sind vertreten:

Heinrich Campendonk

Otto Dix

Max Ernst

Wilhelm Lehmbruck

Otto Pankok

Viele hatten im I. Weltkrieg gekämpft, waren verletzt worden oder hatten traumatische Erinnerungen behalten. Diese Erfahrungen spiegeln sich in den Kunstwerken wider.

Im September 1933 sollten alle Kunstschaffenden auf Anordnung des Propagandaministers Göbbels Zwangsmitglieder der „Reichskulturkammer“ werden. Die verordnete „Gleichschaltung“ in der Bildenden Kunst war noch 1933 Ursache für die Auflösung der „Rheingruppe“ und des Jungen Rheinland.

1936 wurden Expressionismus, Surrealismus, Dadaismus und Neue Sachlichkeit von staatlichen Stellen als „entartet“ diffamiert, die Künstler verfolgt und verhaftet oder mit Berufsverboten belegt. Etliche Werke aus dem Umfeld des Jungen Rheinland aus Museen und Sammlungen wurden beschlagnahmt.

Details auf einen Blick

Datum04.05.2019 - 18.08.2019, 14:00  - 18:00 Uhr
Preis / KostenEintritt frei!
OrtMuseum Voswinckelshof im Stadthistorischen Zentrum
Elmar-Sierp-Platz 6
46535 Dinslaken
VeranstalterMuseum Voswinckelhof im Stadthistorisches Zentrum
Elmar-Sierp-Platz 6
46535 Dinslaken
Telefon: 02064-66728
eMail: museum-voswinckelshof@dinslaken.de
ZielgruppeAlle
KategorieAusstellungen