Inhalt

Aktivitäten in der Stadtverwaltung Dinslaken

Umstellung auf LED-Beleuchtung
Energieberatung
Solardachkataster
Dienstfahrzeuge
CarSharing für Bürger
Fahrradstation
Stadtentwicklung
Gebäudesanierung
Straßenbeleuchtung
Elektromobilität
Kreativ.Quartier Lohberg
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Umstellung auf LED-Beleuchtung

Standort Museum
Zeitraum der Maßnahme: 2016
Gesamtinvestition: 68.111 €
Förderung 20.433 €
Förderkennzeichen: 03K05355

Das stadthistorische Museum Voswinckelshof befindet sich in dem letzten noch erhaltenen Adelssitz am Rand der Dinslakener Altstadt. Das Gebäude entstand am Ende des 18. Jahrhunderts als Wohnsitz des Richters Johann Voswinckel und seiner Frau Susanne, geborene Kunsthoff. Zum Bauherrn wie zur Entstehungsgeschichte des Gebäudes ist leider bisher nur wenig bekannt, auch weil das Stadtarchiv Dinslaken am 23. März 1945 durch Bombentreffer weitgehend zerstört wurde.

Der Voswinckelshof wird seit 1955 teilweise, seit 1975 vollständig als Museum genutzt. Nach aufwendiger Bausanierung und Erweiterung (1996-1999) und einer Sanierung der Fundamente des Museumsgebäudes (2009) wurde die stadtgeschichtliche Dauerausstellung komplett überarbeitet. Für eine zeitgemäße Ausstellung zu Themen wie Archäologie, Mittelalter, Weimarer Republik, jüdisches Leben in Dinslaken und der Darstellung der entsprechende Exponate, war ein neues Beleuchtungskonzept notwendig. Der Austausch der bestehenden Beleuchtung im Museum durch energiesparende LED-Beleuchtung bot sich deshalb besonders an.

Standort Bibliothek
Zeitraum der Maßnahme: 2016
Gesamtinvestition: 40.843 €
Förderung. 12.253 €
Förderkennzeichen: 03K05356

Die Stadtbibliothek wurde von 1986 bis 1988 gebaut, Eröffnung war Juli 1988. Im Gebäude waren damals das Kulturverwaltungsamt, die Verbraucherberatung , die Volkshochschule sowie die Bibliothek untergebracht. Letztere beinhaltet seitdem eine Kinder- und Jugendbibliothek, die sich besonders um die Leseanfänger kümmert.

Die Beleuchtung im Erdgeschoss und in der 1. Etage waren noch aus dem Baujahr 1988 und entsprachen nicht mehr dem heutigen Standard einer effizienten Beleuchtungsanlage. Bei der Umrüstung im Jahr 2017 wurden LED-Einlegeleuchten mit Tageslicht und eine Präsenzmelder-Technik eingesetzt, zudem wurden die Recherche-Arbeitsplätze mit einer Bedarfsschaltung ausgestattet, dies reduziert die Stromkosten und CO2- Emissionen zusätzlich.

Die energetische Sanierung der Beleuchtung begründet sich aus den Maßnahmen des „integrierten Klimaschutzkonzeptes“. Beide Projekte (Museum und Bibliothek) wurden durch die Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen (Kommunalrichtlinie) durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUB) , die Nationale Klimaschutzinitiative und den Projektträger Jülich (PTJ) unter den Kennzeichen 03K05355 (Museum) und 03K05356 (Bibliothek) gefördert.

Logos des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und der Nationalen Klimaschutzinitiative

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Neues Energieberatungsangebot in Dinslaken

Kostenlose Einstiegsberatung

Wo fängt man an, welche Handwerker oder welche/n weiteren Fachfrau/Fachmann (Schornsteinfeger, Ingenieur, Bauamt) benötigt das Vorhaben? Was muss ich für das Gespräch mit den anderen Fachleuten wissen? Darüber hinaus gibt es Information zu Fördermöglichkeiten, wie etwa die KfW, die NRW-Bank und andere. Die Ergebnisse der Beratung werden in einem Protokoll zusammengefasst und an den Hausbesitzer mit weiteren Informationsbroschüren geschickt.

Für die Suche nach Handwerkern und Fachleuten kann der Experte auf das „KompetenzNetz Energie Kreis Wesel e.V." und seine Mitglieder verweisen.

Ein Thema der Beratung ist oft die Heizungstechnik  – Gas, Öl, Fernwärme oder regenerative Energien. Akke Wilmes prüft, ob sich Investitionen in alternative Techniken wie Solaranlagen, Holzpellet-Heizungen oder Wärmepumpen lohnen.

Ein zweites Thema: die Wärmedämmung von Dach, Außenwänden und Kellerdecke oder der Austausch der Fenster oder der Verglasung.

 Akke Wilmes ist der "Neue"-Energieberater im Kreis Wesel. Der Architekt und Dipl.-Ing. für ökologisches Bauen ist seit über 10 Jahren für die Verbraucherzentrale NRW tätig. Der Experte berät individuell zu Sanierung, Wärmedämmung, Heizungstechnik, Solarthermie und Schimmelbeseitigung.

Seit Anfang Juli können auch die Bürgerinnen und Bürger in Dinslaken die Beratung nutzen. Zweimal im Monat bietet der Experte kostenlose Energiesprechstunden in Dinslaken  an.

Beratungsorte

Verbraucherzentrale Dinslaken Duisburger Str. 21
- jeden 1. Freitag im Monat nachmittags 13:00-16:00  Uhr
07.07.2017,  04.08.2017,  01.09.2017,  06.10.2017,  03.11.2017 und 01.12.2017

 Pförtnerhaus der ehemaligen Zeche Lohberg, Hünxer Straße 374.
- jeden 3. Donnerstag im Monat vormittags von 9:00-12:00 Uhr
20.07.2017,  17.08.2017,  20.09.2017,  19.10.2017,  16.11.2017 und 21.12.2017

Energieeinstiegsberatung

  • Ein Termin für die kostenlose Einstiegsberatung ist der erste Schritt. Anmeldung zur Einstiegsberatung: 0281 47368415 oder  0211 33 996 555 (Termin-Telefon) oder wesel.energie@verbraucherzentrale.nrw
  • Schritt zwei ist das 30-minütige persönliche Gespräch als Einstiegsberatung.
  • Schritt drei: Sollte eine ausführliche Beratung im eigenen Haus folgen, sucht Akke Wilmes den Besitzer in seinen vier Wänden auf. Interessierte können ihre Fragen rund um die Themen Energie und Energieeinsparung klären. Weitere 90 Minuten intensive Beratung zuhause kosten 60 Euro.

Der Aufbau der Energieberatung zuhause:

1.    Ca. 30 Minuten: Rundgang vom Heizungskeller bis zum Dach und um das Gebäude dabei gibt es die ersten Tipps
2.    Ca. 30 Minuten: Beratung „am Tisch“ auf der Grundlage von Bau- und Verbrauchsdaten und der persönlichen Ideen und Vorstellungen.
3.    Ca. 30 Minuten: Planung des Vorgehens in einzelnen Schritten, der sogenannte „Sanierungsfahrplan“

Zwei weitere Angebote ergänzen die Tätigkeit des Beraters: 
Der „Solarstromcheck“: Themen wären die Photovoltaik und die Speicherung von Strom.
Die „Feuchte-Diagnose“ in Wohnräumen: Schimmel ist ein häufiges Problem, das zunächst kritisch betrachtet werden muss. Ob man schon mit dem richtigen Lüften und Heizen Abhilfe schaffen kann oder Bauteile beziehungsweise die Technik verbessert werden sollten, prüft der Experte und gibt die entsprechenden Hinweise.

Weitere Angebote aus dem Bereich Energiesparen:    
Möchte jemand seine Elektrogeräte checken lassen, verweist Akke Wilmes an einen darauf spezialisierten Kollegen. „Die Stromberatung -Basischeck“ zuhause kostet 10 Euro, „Der Heizungscheck“ – das Überprüfen der Kondensatmenge als Leistungsindikator aus der Brennwertheizung – 30 Euro. „Viele Geräte haben leider noch die Fabrikeinstellung. Wenn man sie für die Bedingungen zuhause optimiert, lassen sich häufig zehn bis 15 Prozent einsparen“, weiß der Verbraucherberater.

Weitere Informationen:

wesel.energie@verbraucherzentrale.nrw

http://www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung-plzsuche?plz=46509

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Solardachkataster

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat ein Solardachkataster für die gesamte Region Metropole Ruhr - und damit auch für die Stadt Dinslaken - aufgestellt. Das Solardachkataster ist ein flächendeckendes Angebot, mit dem schnell und unkompliziert ermittelt werden kann, welche Dächer für die umweltfreundliche Strom-/ Wärmeproduktion in Frage kommen. Das Kataster kann ab sofort über die Homepage des RVR (www.solardachkataster.rvr.ruhr) von allen Bürgerinnen und Bürgern in Dinslaken genutzt werden. Darüber hinaus steht es Wohnungsgesellschaften oder Bürgerenergie-Genossenschaften zur Verfügung. So kann auch die solare Eignung von Mietshausdächern überprüft werden.

Mit wenigen Klicks können interessierte Hausbesitzer erfahren, ob die Dachfläche ihrer Immobilie für die Installation einer Solaranlage geeignet ist, entweder für die Stromerzeugung (Photovoltaik) oder Warmwasserbereitung (Solarthermie). Eine erste Einschätzung, ob sich der Einsatz der Sonnenenergie lohnt, gibt der Wirtschaftlichkeitsrechner. Unter Berücksichtigung von Dachflächengröße, Ausrichtung, Neigung, Verschattung durch umliegende Bäume und Bauwerke und der mittleren Sonneneinstrahlung kann die energetische Nutzung der Dachflächen berechnet werden. Die Webseite erklärt auch erste Schritte zur eigenen Solaranlage.

Die Ergebnisse der internet-gestützten Potenzialanalyse können auch für die kostenlose Energieeinstiegsberatung als Grundlage dienen. Hier kann man sich zudem über mögliche Förderprogramme informieren.

Die Auswertung des Katasters durch den RVR hat ein großes Potenzial ergeben: Rund eine Millionen Gebäude sind für die Nutzung der Sonnenenergie geeignet, also fast jedes zweite Dach in der Metropole Ruhr. Wenn alle diese Flächen in Zukunft genutzt würden, könnte umgerechnet der Strombedarf von mehr als sieben Millionen Einwohnern gedeckt werden. Mehr als fünf Millionen Tonnen CO2 würden eingespart.

Die Daten für das flächendeckende Solardachkataster stellen der RVR, das Geonetzwerk metropoleRuhr und das Land NRW auf Basis von Befliegungsdaten zur Verfügung. Weiterer Projektpartner ist die tetraeder.solar GmbH, Dortmund.

Das neue RVR-Angebot im Netz: www.solardachkataster.rvr.ruhr

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Dienstfahrzeuge

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Für Dienstfahrten im Nahbereich steht den Mitarbeitern/Innen der Stadtverwaltung Dinslaken Dienstfahrräder zur Verfügung. Diese sind an den verschiedenen Standorten der Stadtverwaltung (Rathaus, Stadthaus,Technisches Rathaus und DIN Service) stationiert.

Besonders bei gutem Wetter werden sie sehr intensiv genutzt.

Für größere Entfernungen und zum Transport stehen zusätzlich zwei Elektrofahrzeuge, ein Nissan Leaf II und ein Elektro Smart, zur Verfügung. Der Nissan Leaf II ist an ein Car-Sharing System angebunden, so dass außerhalb der Dienstzeiten, dieses Fahrzeug den Bürgern zur Verfügung steht.

Der Elektro-Smart wird von Akzent-Sozialsponsoring zur Verfügung gestellt. Diese finanzieren das Fahrzeug über Regionale Sponsoren, die Werbeflächen anmieten.

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CarSharing für Bürger

Angebot der Stadt Dinslaken und der Stadtwerke

Die Stadt Dinslaken ist in das Elektro-CarSharing Netz 2012 gestartet und im Projekt „Ruhrauto integriert. Diese ist wiederum ein Baustein des Programms „ElektroMobilität NRW“.

Damit wird den Bürgern in Dinslaken ein Mobilitätsangebot, bestehend aus ÖPNV und Elektromobilität geboten und die Stadt Dinslaken in das Zukunftsprogramm des Landes NRW eingebunden.

Mit der Registrierung als Kunde hat er die Möglichkeit deutschlandweit und auch in einigen europäischen Städten auf das Angebot der Drive CarSharing GmbH zugreifen zu können. Der Kunde reist mit Bahn/Flugzeug/Schiff an und bekommt die Möglichkeit am Zielort auf individual Verkehr mit einem E-Fahrzeug umsteigen zu können.

Es ergibt sich daraus eine klimaschonende Lösung zur Kombination von Vorteilen des individual Verkehrs und öffentlichen Nah-/Fernverkehr.

Durch den Servicepunkt „Dinslaken“ wird die Stadt in ein europaweites Netz von E-CarSharing-Stationen eingebunden.

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Eine wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Hochschule Duisburg/Essen, um die Modellregion zu dokumentieren.

CarSharing–Standorte „Ruhrmetropolen

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Fahrradstation

Zur Förderung des Radverkehrs und damit auch der nachhaltigen Mobilität muss auch die notwendige Infrastruktur geschaffen werden. Wer ein hochwertiges Fahrrad sein eigen nennt möchte dieses auch sicher abstellen. Deshalb hat die Stadt eine bewachte Abstellanlage im Jahr 2012 für die Bürger/Innen und Touristen geschaffen unter dem Motto: Überdacht und bewacht.

Die Station am Neutor ist bei Radlern beliebt. Die Zweiräder stehen dort unter der Woche von 9 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr.

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Stadtentwicklung

Der Klimaschutz wird in die Stadtplanung durch Berücksichtigung von Klimaschutzbelange integriert.

Ziel ist eine Infrastruktur zu schaffen für:

  • alternative Mobilität durch Errichtung einer E-Tankstelle und Fahrradabstellanlagen
  • den Fuß-, Fahrrad- und öffentlichen Nahverkehr
  • ein ganzheitliches Energiekonzept in der Quartiersentwicklung
  • die Flächenausweisung zur alternativen Energieerzeugung.

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Gebäudesanierung

Zur Gewährleistung einer kontinuierlichen und fachlichen Sanierung der städtischen Schulgebäude wurde die kommunale GmbH namens ProZent gegründet.
Für die städtischen Liegenschaften und Verwaltung wird ein jährlicher Energiebericht erstellt.

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Straßenbeleuchtung

Von 2009 an wurden kontinuierlich mit der energetischen Umrüstung der Straßenbeleuchtung begonnen. In den Jahren von 2010 bis 2012 wurde durch den Einsatz von LED-Leuchten der Stromverbrauch um rund 117.000 kWh/a verringert, was einer Reduzierung von rund 64 Prozent entspricht.

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Elektromobilität

dienstlich: Durch den Einsatz von Dienstfahrrädern und der Anschaffung von zwei E-Autos als Dienstfahrzeugesoll der städtische CO2 Ausstoß verringert werden.
öffentliche: Ein E-Auto steht außerhalb der Dienstzeiten über RuhrautoE den Bürgern zur Verfügung.

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Kreativ.Quartier Lohberg

In Zusammenarbeit von Stadt, RAG Montan Immobilien GmbH und den Stadtwerken Dinslaken wurde ein innovatives Energiekonzept (CO2-Neutral) für die ehemalige Zeche Lohberg entwickelt. Wiedernutzbarmachung der Brachfläche durch Wohnen, Gewerbe, Erholen und Dienstleistung im Spannungsfeld zwischen moderner Architektur und denkmalgeschützten Gebäuden.