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Aktuelle Planungen

Auf dieser Seite finden Sie die Unterlagen zu den aktuell offenliegenden Bauleitplänen (Flächennutzungsplan & Bebauungspläne). Die rechtskräftigen Bebauungspläne finden Sie hier.

Bebauungsplan Nr. 285

(Bereich östlich B 8 / nördlich Stadtgrenze Duisburg)

Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)

Für den Bereich zwischen B 8, Hans-Böckler-Straße und dem Ende der Autobahn A 59 gibt es seit mehr als 15 Jahren Entwicklungsbestrebungen, um gewerbliche Betriebe anzusiedeln. Unterschiedliche Eigentümerinteressen sowie Restriktionen auf der Fläche (Freihaltebereich der B 8n, Anbauverbotszone der B 8) haben dazu geführt, dass bisher keine Gewerbeflächenentwicklung realisiert werden konnte. Innerhalb des Stadtgebietes Dinslaken ist der Bedarf an Gewerbeflächen seit Jahren hoch und die Verfügbarkeit von Flächen gering. Aus diesem Grund hat die Stadt Dinslaken zu Beginn des Jahres 2016 große Flächenanteile des o. g. Bereiches erworben, um das Planverfahren zielführend voranzutreiben und das Gewerbegebiet zu realisieren.

Für das Areal des Bebauungsplanes Nr. 285 gibt es zwei konkrete Nutzungskonzepte, die die zukünftigen Gewerbeflächen vollständig beanspruchen. Deren Investoren sind bereits Eigentümer von Teilflächen. Bei der Erarbeitung des Bebauungsplanentwurfes wurden diese Konzepte berücksichtigt.

Auf der südlichen Teilfläche des Bebauungsplanes Nr. 285 beabsichtigt ein privater Investor eine große Auto-Waschstraße anzusiedeln, die sowohl auf Dinslakener als auch auf Duisburger Stadtgebiet errichtet werden soll. Für den Bereich des nördlichen, großen Baufeldes hat ein ortsansässiger Bäckereibetrieb mit lokalem Filialnetz die Absicht, seinen Produktionsstandort neu zu entwickeln und in Dinslaken langfristig zu sichern.

Die Bauflächen werden als eingeschränkte Gewerbegebiete (GEe) ausgewiesen. Die Einschränkung dient dem Schutz der umliegenden Wohnbebauung vor einwirkenden Immissionen. Im GEe sind Betriebe und Anlagen der Abstandsklassen I-VII (gemäß Abstandserlass NRW aus dem Jahr 2007) nicht zulässig. Ausnahmsweise können Anlagen und Betriebe der Abstandklassen VII des o. g. Abstandserlasses und solche mit vergleichbarem Störpotenzial zugelassen werden, wenn im Einzelfall die Verträglichkeit durch geeignete, sachgerechte Maßnahmen zum Immissionsschutz hergestellt und durch ein Fachgutachten im Baugenehmigungsverfahren nachgewiesen wird. Tätigkeiten in der Nachtzeit von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr sind für Gewerbebetriebe zulässig, wenn der Nachweis der Verträglichkeit durch ein sach- und fachgerechtes Gutachten im Baugenehmigungsverfahren vorgelegt wird.

Die Erschließung des Plangebietes wird durch eine öffentliche Straße, die sowohl in die Hans-Böckler-Straße (L 1) als auch in die Willy-Brandt-Straße (B 8) mündet, erfolgen. Entlang der B 8 und der L 1 werden direkte Ein- oder Ausfahrten ausgeschlossen. Die vorfahrtgeregelte Einmündung in die B 8 wird im nachfolgenden Straßenausbau mit einer Beschränkung auf die zulässigen Fahrtrichtungen rechts herein und rechts heraus belegt.

Die Weiterführung der nahgelegenen A 59 bis Wesel wird im aktuellen Bundesverkehrswegeplan nicht mehr verfolgt. Stattdessen ist dort das Projekt B 8n dargestellt. Die dort grobmaßstäblich dargestellte Trassenvariante verläuft im Bereich des Plangebietes parallel zu den Schienen der Straßenbahn. Daher wird ein 45 m bis 50 m breiter Grünsteifen parallel zur Straßenbahnlinie gesichert bzw. freigehalten. Entsprechend der vor Ort bestehenden Situation wird der südöstliche Teil als Wald festgesetzt. Auf dem verbleibenden Reststück erfolgt eine Festsetzung als private Grünfläche. Diese Festsetzungen dienen der Bestandssicherung. Sie schließen bauliche Entwicklungen aus, die dem zukünftig möglichen Trassenverlauf der B 8n entgegenstehen könnten. Ob und wann diese Trasse tatsächlich verwirklicht wird, ist gegenwertig nicht abzusehen und wäre Gegenstand eines eigenständigen Planfeststellungsverfahrens durch den zuständigen Straßenbaulastträger.

Der mit der Umsetzung des Bebauungsplanes verbundene Eingriff in Natur und Landschaft wird auf einer Fläche in unmittelbarer Nähe zum Plangebiet ausgeglichen. Auf dem nördlich angrenzenden Grundstück auf der gegenüberliegenden Seite der Hans-Böckler-Straße (Gemarkung Dinslaken, Flur 59, Flurstücke 257 und 769) wird eine Fläche von über 19.000 m² als neue Waldfläche entwickelt und langfristig gesichert.

Mit Beschluss vom 11.12.2017 hat der PUGStA der Stadt Dinslaken die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 BauGB beschlossen. Dieser Verfahrensschritt findet in der Zeit

vom 02.01.2018 bis zum 02.02.2018 statt.

Bei diesem Beteiligungsverfahren haben Sie Gelegenheit, Ihre Stellungnahme bis zum 02.02.2018 abzugeben.

Anregungen und Stellungnahmen senden Sie bitte an folgende Adresse:

Stadt Dinslaken
Stabsstelle III. 4.1
Hünxer Str. 81
46537 Dinslaken

Hier finden Sie die Unterlagen zum Bebauungsplan Nr. 285 als Download:

Wesentliche umweltbezogene Stellungnahmen: