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Klimaschutzkonzept

Klimaschutz in Deutschland – Klimaschutz in Dinslaken

Die Klimaschutzziele der Bundesrepublik Deutschland sind sehr ambitioniert. Bis zum Jahr 2050 wird eine Reduktion der CO2-Emissionen um 80 bis 95 % gegenüber dem Niveau von 1990 angestrebt. Den Kommunen kommt dabei eine wesentliche Rolle zu, denn als überschaubare räumliche Einheit, in der unterschiedlichste Nutzungen und CO2-Emittenten aufeinander treffen, lassen sich hier konkrete Maßnahmen erarbeiten und Potenziale zur Minderung des CO2-Ausstoßes aufzeigen. Die Stadt Dinslaken stellt sich dieser Aufgabe.

Um einen effizienten Klimaschutz auf kommunaler Ebene betreiben zu können, müssen Maßnahmen und Ziele in allen Bereichen der Kommune untereinander abgestimmt werden. Hierfür ist es erforderlich, eine strategische Handlungsgrundlage für die Stadt Dinslaken zu entwickeln.

Erstellung eines kommunalen Klimaschutzkonzeptes

In der Ratssitzung am 28.09.2010 wurde der Beschluss gefasst, im Rahmen der Klimainitiative des Bundes ein integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Dinslaken erstellen zu lassen, das in den klimarelevanten Bereichen:

  • kommunale Gebäude und Anlagen
  • Energieversorgung und Straßenbeleuchtung
  • Private Haushalte
  • Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen
  • Verkehr
  • Abwasser und Abfall

Handlungsmöglichkeiten zur Minderung des CO2-Ausstoßes aufzeigt. Darin sollen Maßnahmen entwickelt werden, die durch den Einsatz technischer und wirtschaftlicher Mittel oder einer Änderung des Verhaltens des einzelnen Bürgers zu einer Reduzierung des Verbrauchs fossiler Energieträger als wichtigster CO2-Emissionsquelle beitragen. Eine Förderung ist der Stadt Dinslaken im September 2011 durch einen positiven Zuwendungsbescheid gewährt worden. Mit der Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes hat die Stadt Dinslaken die Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt (B.&S.U.) mbH beauftragt.

Vorgehensweise bei der Erstellung des Dinslakener Klimaschutzkonzeptes

In der Analyse der Ausgangssituation Dinslakens werden die stadtstrukturellen, verkehrlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betrachtet und die typischen Eigenschaften der Kommune identifiziert. Es wird zusammengetragen welche klimaschutzrelevanten Aktivitäten bereits von der Stadtverwaltung, Unternehmen und Vereinen durchgeführt werden.
Ein Bestandteil der Analyse ist die Erstellung einer Energie- und CO2-Bilanz für die Stadt Dinslaken. Ziel ist, die wesentlichen CO2-Emissionsquellen in der Stadt zu identifizieren, prioritäre Handlungsfelder für Einsparpotenziale zu erkennen und eine Datenbasis zu schaffen, mit der die Entwicklung der CO2-Emissionen beobachtet und der Erfolg von Klimaschutzmaßnahmen überprüft werden kann.

Die Analyse der Ausgangssituation, die Energie- und CO2-Bilanz und die Identifizierung prioritärer Handlungsfelder stellen die Grundlage für die Formulierung ambitionierter, gleichwohl realistischer Klimaschutzziele dar. So sollen die spezifischen Möglichkeiten der Stadt ausgeschöpft werden, um Klimaschutz auf kommunaler Ebene umzusetzen und den Energieverbrauch sowie die CO2-Emissionen in den kommenden Jahren deutlich zu reduzieren.

Gegenwärtig ist die Analyse der Ausgangssituation und die Energie- und CO2-Bilanz fertig gestellt. Dazu wurde Kontakt zu Akteuren aus Verwaltung, Wirtschaft, Energieversorgung und privater Institutionen aufgenommen, um Maßnahmen und Initiativen zu identifizieren, die bereits jetzt zu einem Schutz des Klimas in Dinslaken beitragen. Teil dieses Arbeitsschrittes ist die Berechnung von Einsparpotenzialen fossiler Energieträger und der daraus resultierenden CO2-Emissionen. Auf dieser Grundlage werden Vorschläge für Maßnahmen entwickelt, die beispielsweise im Bereich kommunaler Gebäude und Anlagen oder im Verkehrsbereich zu einer Minderung der CO2-Emissionen beitragen können.

Ein zentraler Teil des Klimaschutzkonzeptes ist die Erstellung eines Maßnahmenkataloges, der Klimaschutzmaßnahmen für Dinslaken bis zum Jahre 2020 enthält. Ein interdisziplinärer Arbeitskreis innerhalb der Stadtverwaltung hat diesen Prozess begleitet, um die Zwischenergebnisse des Projektes und die weitere Vorgehensweise zu besprechen.
Bei der Erarbeitung wurden relevante Institutionen und Akteure aus Dinslaken und der Region einbezogen, um eine breite Basis für die Umsetzung der Klimaschutzziele zu schaffen und Ideen für eine breite Palette umsetzbarer und wirkungsvoller Maßnahmen zu entwickeln. Dazu ist ein Workshop mit Akteuren durchgeführt worden, der einen wichtigen Beitrag zu Erstellung des Maßnahmenkatalogs und der Priorisierung einzelner Aktivitäten geleistet hat.

Dieses Konzept wird durch die Klimaschutzinitiative des BMU gefördert.

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www.bmu.de 

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www.bmu.de/klimaschutzinitiative

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www.ptj.de


Projekttitel: „KSI: Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Dinslaken“
Förderkennzeichen 03KS1730, Projektlaufzeit: 01.10.2011 bis 31.12.2012

Ansprechpartner:
Rüdiger Wesseling
Tel. 02064 - 66509
Fax 02064 - 6611509
E-Mail ruediger.wesseling@dinslaken.de