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Die nicht vollzogene Gleichstellung zwischen Frau und Mann betrifft viele verschiedene Facetten und Situationen im Leben. Dazu zählen:

  • die Gesundheitsvorge und medizinische Versorgung,
  • die Situation alleinerziehender Frauen,
  • die Sicherheit im Straßenverkehr
  • Gewalt gegen Frauen
  • die Besetzung von Gremien und Führungspositionen
  • gesellschaftliche Unterdrückung von Frauen
  • die mangelnde Sichtbarkeit älterer Frauen
  • Schönheitsideale und Stereotype gegen Frauen
  • ...

Die Liste ließe sich ewig fortführen. An dieser Stelle will die Gleichstellungsstelle immer mal wieder den Blick auf verschiedene Themen lenken, die Frauen in der Gesellschaft beschäftigen und denen hier Raum gegeben wird.

Cyber Stress

Foto von mehreren Jugendlichen, die auf ihr Handy schauen im Rahmen des Projektes Cyberstress

Cyberstress - Was ist das?

Unter Cyber-Mobbing versteht man das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen anderer mithilfe von Internet- und Mobiltelefondiensten über einen längeren Zeitraum hinweg.

Cybermobbing hat viele verschiedene Gesichter:

  • Beleidigen, Beschimpfen: Findet in der Regel in öffentlichen Bereichen des Internets statt, z.B. verletzende Kommentare
  • Belästigen: Zielgerichtete, immer wiederkehrende Attacken von unbekannten Usern in sozialen Netzwerken oder Bekannten und „Freunden“ aus dem sozialen Umfeld
  • Anschwärzen, Gerüchte verbreiten: Beabsichtigtes Bloßstellen einer Person durch das Onlinestellen oder direkte Versenden von Texten, Fotos, Videos, um z.B. Freundschaften zu zerstören oder um sich an der Ex-Freundin zu rächen
  • Auftreten unter falscher Identität: Sich als eine andere Person ausgeben, indem z.B. das Passwort des Opfers genutzt wird, um mit dessen vermeintlicher Identität einen Lehrer zu beschimpfen
  • Ausschluss: Ausgrenzen von jemandem aus einer Gruppe, z.B. aus einer WhatsApp-Gruppe, dem Game-Bereich, …
  • Cyberstalking: Wiederholt jemanden (sexuell) belästigen und bedrohen
  • Offene Androhung von Gewalt: Direkte oder indirekte Ankündigung, dass jemand verletzt oder gar getötet werden soll

Hier gibt es Hilfe im Netz:

Alter und Traumata

Sexualisierte Gewalt im Laufe eines Lebens hat viele Gesichter und kann Frauen in der Kindheit, als Heranwachsende oder in der Partnerschaft treffen. Hinzu kommt, dass diese Generation  im Krieg und der Nachkriegszeiten in großer Zahl mit sexualisierter Gewalt konfrontiert worden ist.

Die Betroffenen haben in der Regel nicht über ihre traumatischen Erlebnisse geredet zudem gibt es ein starkes gesellschaftliches Tabu. Frauen mussten Überlebensstrategien entwickeln, die es ihnen viele Jahre ermöglichten mit dem traumatischen Erlebnis zu leben. Aufgrund schwindender Kräfte oder das Erleben von Hilflosigkeit oder Fremdbestimmung im Alter z.B. durch Pflegesituationen oder Krankheit können diese Erlebnisse dann an die Oberfläche treten. Das Fazit der Veranstaltung war; Schweigen heilt nicht alle Wunden.

Es ist ein Thema, das wenig erforscht ist, aber Schätzungen gehen davon aus, dass 2/3 der Frauen über 65 im Krieg, der Nachkriegszeit oder im ihrem späteren Leben traumatische Lebenserfahrungen gemacht haben. Im Winter 1944 / 1945 wurden 2 Millionen Frauen und Mädchen vergewaltigt. Zusätzlich wurden Mädchen und Frauen Zeuginnen dieser Gewalthandlungen. Auch die Zeuginnenschaft traumatischer Ereignisse kann eine Traumatisierung in gleicher Stärke hervorrufen. Es ist also ein erheblicher Teil Frauen betroffen.

Aber was kann getan werden:

Wichtig ist es, die Möglichkeit eines Traumas durch sexualisierte Gewalt bei älteren Frauen mit zu denken.  Durch zuhören, Zusammenhänge erkennen und Verständnis zeigen kann eine erneute Traumatisierung verhindert werden. Keine Unterstützung zu erhalten verstärkt traumatische Gefühle. Nicht das Alter ist für eine Bearbeitung interessant, sondern das Alter der Symptome.

Aufgaben sind:

  • Betroffene, Angehörige und Pflegende zu entlasten
  • Fachkräfte und Pflegende schulen
  • Öffentlichkeit und Lobby schaffen
  • Gezielte Angebote für ältere Frauen schaffen

Unterstützung

Hier gibt es spezielle Beratungsangebote in NRW:

Hier gibt es Unterstützung für Betroffene und Fachkräfte in Dinslaken:

Weitergehende Informationen

Böhmer, Martina - „Erfahrungen sexualisierter Gewalt in der Lebensgeschichte alter Frauen“ - Mabuse Verlag Frankfurt, 2000

Bode, Sabine - „Die vergessene Generation Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen“ - Klett-Cotta Stuttgart, 2004

Baschek, Sigrid; Bethendahl, Herta - „Wo sind meine Schuhe? Was ist ein Trauma und wie bewältigt man es?“ - Ellert & Richter Verlag, 2005

Dörr, Margarete - „Wer die Zeit nicht miterlebt hat… Frauenerfahrungen im Zweiten Weltkrieg und danach“ Band 1 – 3, Campus Verlag, 1998

Dörr, Margarete - „Der Krieg hat uns geprägt Wie Kinder den Zweiten Weltkrieg erlebten” - Band 1 und Band 2, Campus Verlag, 2007

Drinck, Barbara; Gross, Chung-Noh (Hrsg.) - „Erzwungene Prostitution in Kriegs- und Friedenszeiten Sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen” -Kleine Verlag Wissenschaftliche Reihe Band 160, 2006

Sander, Helke -„BeFreier und Befreite“ - 2005 neu aufgelegt, Fischer Taschenbuch Verlag

Udo Baer – „Wo geht’s denn hier  nach Königsberg – wie Kriegstraumata im Alter nachwirken und was dagegen hilft“ – Semnos Verlag

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